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Von den Arkanoglyphen – Araniens geborgene Schätze

Von Luthien am 21. Januar 2011

Meine geschätzten Collegae, geachtete Diener der Zwölfgötter, geehrte Frau Garlischgrötz.
Aus alten Legenden der Magie dürfte den Meisten unter euch bekannt sein, dass es einstmals eine Zeit gab, in der Magie nicht mit gesprochenen, sondern geschriebenen Worten gewirkt wurde – so, wie es heute in Form von Bann- und Schutzkreisen noch immer verbreitet ist.
Als ich mit meinen Gefährten, die nun allseits als „Die Gezeichneten“ bekannt sind, durch die Einöden Araniens streifte, traf ich dort verschiedentlich auf mir bis dato unbekannte vergentii in natura magica, die in simulacrum et signum festgehalten waren.
Mir ist es gelungen, diese aus den Zeiten der großen Magiermogule stammende Magie zu rekonstruieren und die Parallelen zwischen den lineamenta profana und den fila arcana zu entschlüsseln.
Dem unkundigen Auge mag dabei nur als wirre Linien oder esotherisches Gekritzel erscheinen, was in veritas die Abbildung eines komplexen astralen Gefüges in unsere Sphäre ist.
Diese von mir wiederentdeckte Form der Magie, taufe ich hiermit offiziell auf den Namen „Arkanoglyphi“. Es handelt sich dabei um compositi von Zhayad-Zeichen und einer speziellen magiewirksamen Symbolik, die in der richtigen constitutio – die genauen Gesetze dieser constitutio benenne ich als „Astrale Ästethik“ und sie hier in omnia darzustellen, würde den Rahmen des Referates sprengen – die in der richtigen constitutio einen gezielten effectio hervorrufen.
Die hier vorgestellten Grundlagen, sowie einige grundlegende Arkanoglyphi liegen in der Biblothek zur Einsicht aus. Ebenfalls von mir angefertigte Abschriften liegen in der Schule der vier Türme zu Mirham und der Dracheneiakademie zu Kunchom vor.
Für tiefergehendes Fachwissen, stehe ich zur Verfügung.

Nach dieser kurzen institutio beginne ich nun mit dem eigentlichen argumentum de Arkanoglyphibus:
Die bereits genannte Symbolik bezeichne ich als Protoglyphi. Jedes Protoglyphus bezeichnet ein bestimmtes elementum oder einen aspectum magicum. Durch die korrekte selectio et komplexio solcher Glyphi bestimmt sich der eigentliche effectio. Zusätzlich ist bei vielen Arkanoglyphi ein difficilites cunstructio essentias. Dies bezeichnen wir als Sigillium. Ein Sigillium bezeichnet den ancora des effectio astralis und kann in dieser condicio duo diversi formae annehmen: Die Sigillium de locum und die Sigillium de nomenum, deren teritorii de usibi trivial sind.
Ein Sigillium bildet sich aus der zhayad’schen Bezeichnung des locus relatio nomenus. Für primum werden alle pluriens adveniis vokali et consonanti gestrichen, für secundum alle vokali et pluriens adveniis consonanti. Verbleibende Zeichen werden nach der Astralen Ästetik angeordnet, die in relatio zum gewünschten effectio steht. Dies ergibt das Sigillium. Je genauer die originalis Bezeichnung ist, desto komplexer wird das Glyphus, aber desto sicherer kann man auch sein, dass der ancora eindeutig gewählt ist.
Das iustum intabescum von Protoglyphus und Sigillium vollendet das Arkanoglyphus entgültig.

Natürlich stellt sich die Frage, welcher praktische Nutzen von den Arkanoglyphi zu erwarten ist, wenn allein ihre Anfertigung sich auf mehrere Tage erstrecken kann. Der tatsächliche Nutzen, den man aus diesen magischen Zeichen ziehen kann, ist selbstredend vom jeweiligen Arkanoglyphus abhängig – und sicherlich sind einige nicht für den Einsatz im Krieg geeignet, wie exempli gratia „Das hermetische Siegel“. Andererseits brauche ich auf den Nutzen, mannshohe Löcher in jedwedes Material zu brennen – wie es das Arkanoglyphus „Die Zähne des Feuers“ vermag – kaum hinzuweisen. Auf zwei Glyphi möchte ich jedoch noch gesondert aufmerksam machen: Dies ist zum Einen „Das Zeichen der Zauberschmiede“, mit dessen Hilfe jede profane Waffe unter Verwendung eines wahren Namens in ein Werkzeug zur Dämonenvernichtung verwandelt werden kann, was es uns ermöglicht, auch die großen weltlichen Streiter direkt in unseren Kampf gegen das Chaos einzubinden.
Zum Anderen ist noch „Satinavs Siegel“ zu nennen, mit dessen Hilfe jedes andere Arkanoglyphus in seiner Wirkungsdauer enorm verlängert werden kann – und zwar auf eine Dauer von Sonnenwende zu Sonnenwende. Insbesondere ist dies auch für Bann- und Schutzkreise möglich, wie an meinen eigenen Exemplaren zu erkennen ist.

Abschließend lassen sich die Arkanoglyphi als einen äußerst effizienten Zweig der Magie zusammenfassen, der in seinen Grundlagen leicht verständlich und nicht nur im Bereich der Artefakt- oder theoretischen Magie interessant ist, sondern auch einen Nutzen in der Praxis – gesondert auch im Krieg – besitzt.

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