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Blutend in den Trollzacken

Von Wulf am 14. Januar 2016

Garetien

Irgendwo in den Trollzacken, am 21. Hesinde 1032 BF
„Verfluchte Bastarde“, geiferte der Mann. Er strich sich über seine Wunde. Obwohl er die überquellende Lebenskraft, die er seinen Untergebenen geraubt hatte, immer noch in sich spürte, war er verletzt worden. Eigentlich war es nicht der Rede wert, aber einen Wundbrand konnte er sich jetzt nicht erlauben. Er konzentrierte seine Kraft und sprach die Formel, die ihn schon viele Male gerettet hatte: „Balsam Salabunde“. Dank seiner Hellsichtsmagie hatte er den kleinen Mistkerl noch gesehen, der sich hinter seiner Illusion verborgen hatte. Ein Beherrschungsmagier, der ihn gezwungen hatte seine Klinge gegen die eigenen Männer zu heben. Nicht, dass er damit prinzipiell ein Problem gehabt hätte. Wäre er darauf angewiesen gewesen, hätte er jeden einzelnen seiner Diener geopfert. Aber dies war nicht der Fall. Ohne den magischen Bann, hätte er die dreisten Angreifer alleine in die Niederhöllen katapultiert. Selbst mit seinen geschwächten Männern wäre es vorher ein unterhaltsames Gemetzel geworden. Seine Feinde hatten Glück gehabt. Er hoffte wenigstens, dass der Narr seinen Wunden erliegen würde, der tatsächlich seine Waffe direkt gegen ihn gerichtet hatte. Gegen seinen Willen zu überleben hatte die Beherrschung des kleinen Mistkerles nicht bestehen können.

Es musste noch ein magisch Begabter anwesend gewesen sein. Er hatte in Tobrien schon ähnliches erlebt. Diese Form der Magie war ihm nicht unbekannt. Ein Druide? „Und nochmals verflucht!“, er wusste, dass dies gefährlich werden könnte. Ohne Zweifel würde er sein Blut finden, ein Fokus der gefährlich werden konnte. Erst einmal wäre Distanz das Sicherste. Aber wohin? Er hatte versagt und das bedeutete der Fürstkomtur musste warten. Seine Wut und wahrer Herr trieben ihn jetzt an.
Seine verlorene Klinge und sein Stab waren ein erheblicher Verlust, die alles unnötig verkomplizierten. Er musste sie sich wieder holen… irgendwann jedenfalls. Eine Idee dazu bildete sich bereits in seinem Kopf. Jetzt brauchte er weiteres Geld und er wusste, wie er an dieses kommen würde. Die Nekromanten der Warunkei hatten einen steten Bedarf an geeignetes Material für mächtige Untote. Sie mochten ihn hassen, als Feind ansehen vielleicht am liebsten töten und selbst erheben. Davon abgesehen waren sie meistens gute Verhandlungspartner

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