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Talandriel û’largra

Name: Talandriel û’largra aus der Sippe der Trauersammler
Geschlecht: Männlich
Alter: Nur die kurzlebigen telor zählen ihre Sommer
Größe: 1,97 Schritt
Haarfarbe: weißblond mit leicht goldenem Schimmer
Augenfarbe: bernsteinfarben
Stand: fey
Familienstand: salaza
Verwandte: Mandara Feuermut (Zauberweberin der Trauersammler), Lorindil Weitlauf (Wipfelläuferin der Trauersammler), Sanyadriel Windsang (Legendensänger der Trauersammler)

Die Erzählung des Talandriel

Talandriel wuchs in der Sippe der Trauersammler in den Wäldern nordöstlich der sala mandra auf. Neben dem täglichen Überlebenskampf und einigen Aufeinandertreffen mit Siedlern des Svelttals waren die Trauersammler auch immer wieder in kurze, kämpferische Auseinandersetzungen mit fialgraa und gobiana verwickelt und betrachteten sich selbst häufig als Verteidiger weniger kampfbereiter Sippen – was zu einer vergleichsweise hohen Sterblichkeitsrate unter ihren Angehörigen führte.
Dieser Verweltlichung jedoch, die mit jedem toten Schwarzpelz näher rückte, sahen die Ältesten und Weisesten der Sippe misstrauisch entgegen und entschlossen sich schließlich – nach der Zunahme des taubra im Osten – mit allen, die ihnen folgen wollten, am Zug der Sehenden teilzunehmen. Zwei Drittel der Sippe zogen also zum sala mandra, um ins Licht zurückzukehren und die wirkliche Welt hinter sich zu lassen. Nur die jüngsten und wildesten der Trauersammler – Talandriel und fünf seiner Brüder und Schwestern – blieben zurück. Doch mit dem Verlust eines großen Teiles der Sippe wurde auch die Harmonie des Sippenliedes stark gestört. Das plötzliche Ausbleiben der ältesten und wertvollsten Seelenmelodien schwächte den Zusammenhalt unter den Zurückgebliebenen stark. Gemeinsam deuteten sie dies als Zeichen, eine Weile auseinanderzugehen und erst wieder zusammenzufinden, sollten ihre eigenen Seelenmelodien gefestigt und vollendet sein, um den Fortbestand des Sippenliedes zu sichern.
Felerian Pfeilrufer, der beste Bogenschütze unter den Sechsen wandte sich nach Westen, um für die nächste Zeit den Kampf zu den Orks zu tragen und auch so weiterhin die anderen Elfen in den Wäldern zu schützen. Obgleich er diese Aufgabe als sein innerstes fey betrachtete, waren sich die anderen einig, dass er damit auf dem Wege des badoc sei – und bereits nach wenigen Jahren, konnten sie seine Seelenmelodie nicht mehr vernehmen.
Lorindil Weitlauf eine erfahrene Wipfelläuferin und Sanyadriel Windsang ein junger Legendensänger wanderten nach Osten, mit dem Ziel die Verwandten in den Steppen und im nördlichen Eis zu besuchen. Wenn Talandriel sich völlig den Melodien der Welt hingibt, kann er noch heute die leisen und fernen Seelenlieder der beiden vernehmen – und sie erstarken hören.
Talandriel brach gemeinsam mit Mandara Feuermut einer bereits in diesen jungen Jahren überraschend fähigen Zauberweberin und Cyrianil Graskind der letzten Bewahrerin der Sippe nach Süden auf. Doch bereits wenige Wochen nach ihrem Aufbruch, wandte Cyrianil sich von ihrem Vorhaben ab und kehrte um. Ihr erschien es für ihre eigene Seelenmelodie als wichtiger, sich um den Sippenhain zu sorgen, als sich für lange Zeit von ihm abzuwenden. Seit ihrer Rückkehr waren nur wenige Jahre vergangen, als neuerlich eine Orkbande in den Wald einfiel und Cyrianil bei der Verteidigung ihrer Baumhäuser erschlug. Talandriel vernahm das abrupte Verstummen ihres Seelenliedes und verfiel in stille Trauer. Er und Mandara hatten sich bereits einige Zeit zuvor auf getrennte Wege begeben. Sie war tiefer in den Süden aufgebrochen, um auch die entferntesten Sippen der Auelfen zu besuchen, während Talandriel einige Zeit bei den Elfen in Weiden und im nördlichen Garethien verbrachte und Kontakte zu verschiedenen Sippen knüpfte.
Obgleich er eine gewisse Erfüllung in dem Wissen fand, dass es zu großen Teilen an der Ausprägung seiner eigenen Seelenmelodie liegen würde, ob das Sippenlied der Trauersammler weiterhin erklingen könne, ergriff ihn nun doch eine Sehnsucht nach den Seinen, die die fremden Elfensippen nicht stillen konnten. Er fasste schnell den Entschluss, in seine Heimat zurückzukehren, doch nicht, ohne zuvor auch Mandara zur Rückkehr zu bewegen. Dazu jedoch musste er sie ersteinmal finden.
Einem älteren, erfahreneren Elfen wäre es wohl leicht gefallen, ihrer Melodie zu folgen und auch über große Entfernungen direkt mit ihr zu sprechen, doch Talandriel war noch jung, seine Fähigkeiten noch nicht ausgeprägt und die alten Lieder dieser Art waren ihm nicht bekannt. Es blieb ihm also nichts, als einer Spur Brotkumen gleich, den schwachen Liedern zu folgen, die sie hinterlassen hatte und bei Elfen und Menschen gleicher Art nach ihrem Verbleib zu fragen. Auch wenn er zuvor die großen Ansiedlungen der telor gemieden hatte, führte ihn die Spur doch bis in das horasische Sewamund – wo sie sich jedoch verlief und ihn seine Trauer und die ungewohnte Enge und Lautstärke der Stadt in Melancholie zu stürzen drohten…

Wie sieht Talandriel aus?
Talandriel ist von hohem schlankem Wuchs – sicherlich höher und doch schlanker als die meisten Menschen. Er wirkt weder schmächtig, noch besonders stark. Seine Bewegungen wirken elegant und fließend. Das rückenlange blonde, zuweilen golden schimmernde, Haar trägt er offen und mit eingeflochtenen Federn und Holzperlen verziert, was ihm einen zugleich anmutigen wie wilden Ausdruck verleiht. Er besitzt die für Elfen üblichen hohen Wangenknochen und schräg stehenden Augen bernsteinener Farbe. Seine Haut ist blässlich, ohne jedoch krank zu wirken. Die spitzen Ohren sind besonders stark ausgeprägt und auch seine Nase ist markant spitz.
Talandriel trägt ein Jagdhemd aus rotbraunem Wildleder, welches mit dünnem Bausch gefüttert ist. Ellenbogen und Saum sind mit Lederfransen verziert, auf den Schultern prangt die Mähne eines Silberlöwen. Stickereien auf Brust und Ärmeln lassen es elegant wirken. Dazu kommen Lederbeinlinge und dünne – ebenfalls mit Bausch gefütterte Lederstiefel. Der Überwurf ist aus schwarzbraunem Fell gemacht und erneut mit Lederfransen verziert. Auf dem Rücken trägt er einen ledernen Köcher mit einem fein gearbeiteten Bogen und weißgefiederten Pfeilen, darunter ein Wolfsmesser in lederner Rückenscheide. Viele kleine Beutel und Schläuche baumeln an seinem Gürtel oder sind um den Körper geschlungen. Um den linken Oberarm hat er sich ein Tuch aus Bausch gebunden.

Wie wirkt Talandriel auf Fremde?
Für viele Menschen (oder auch Zwerge) erscheint Talandriel sicher als ein typischer Vertreter seiner Rasse – und ist äußerlich wohl auch kaum von seinen Artgenossen zu unterscheiden. Menschen und Zwergen gegenüber ist er gleichermaßen freundlich, aber auch distanziert, bepelzten Zweibeinern zeigt er jedoch offen seine Feindseligkeit. In unnatürlicher und lauter Umgebung ist er schnell gereizt und unkonzentriert und wenn sich keine anderen Elfen in seiner Nähe finden, sucht er gerne Einsamkeit und Ruhe.

Wie ist ihr Held aufgewachsen?
Das Sippenleben in den Wäldern war hart und gleichsam geborgen. Die Gemeinschaft der Elfen bot Schutz und Trost und eine tiefe Verständigung, die er seit Jahren nicht mehr erlebt hat. Neben den Arbeiten, wie der Jagd oder der Verarbeitung von Holz und Leder gab es mußevolle Stunden voller Gesang, Tanz und Musik. Friedvolle Vereinigungen im Salasandra standen im starken Gegensatz zu kämpferischen Konflikten mit in den Wald eindringenden Orkbanden oder angespannten, wenngleich notwendigen, Kontakten zu den Menschen.
Talandriels Mutter ist wenige Jahre nach seiner Geburt von einem verirrten Orkpfeil niedergestreckt und zu Füßen einer Weißeiche bestattet worden, sein Vater ging mit den meisten anderen zurück ins Licht. Die Bindung zur Sippe war ohnehin stärker, als zu den leiblichen Eltern. Ebenso hatte Talandriel zwar keine leiblichen Geschwister, doch ist seine Verbindungen zu den letzten Verbleibenden Mitgliedern seiner Sippe sicherlich tiefer, als sie selbst zwischen menschlichen Zwillingen sein könnte.

Hat Talandriel noch eine enge Bindung zu Elfen seiner Jugend?
Noch immer bildet Talandriels Seelenmelodie gemeinsam mit denen von Lorindil Weitlauf, Sanyadriel Windsang und Mandara Feuermut und den Überresten der alten Seelenmelodien das Sippenlied der Trauersammler, auch wenn dieses nur noch schwach vernehmbar ist. Und diese Bindung ist es, die ihn überhaupt noch in der Welt der Menschen hält. Sollte er Mandara finden, wird er so schnell als möglich in seine Heimat zurückkehren.

Warum ist Talandriel zum Abenteurer geworden?
Das verklingen der älteren Seelenmelodien hat die zurückgebliebenen, jungen Mitglieder der Trauersammler gezwungen, die eigenen Melodien zu festigen und in der Ferne ihre Lebensziele voranzutreiben. Doch es stellt sich nun die Frage, ob sie die Zeichen nicht falsch gedeutet und besser beieinander geblieben wären. Vielleicht wäre Felerian Pfeilrufer dann nicht dem Hass und badoc anheim gefallen und vielleicht hätte Cyrianil Graskind dann nicht den grausamen Tod auf dem Schlachtfeld gefunden.

Wo ist Talandriel schon gewesen?
Abgesehen von den längeren Streifzügen um den Sippenhain herum hat Talandriel in den letzten Jahren die verwilderten Gebiete Nord- und Weistweidens besucht, ebenso einige Wälder Garethiens (unter anderem auch den Reichsforst). Seine Suche nach Mandara führte ihn durch einige Teile Albernias, Almadas und schlussendlich bis ins nördliche Horasreich, wo er ihre Spur letztendlich verlor.

Ist Talandriel sehr götterürchtig?
Er hat von den Göttern der Menschen, Zwerge und anderer Völker gehört, kennt jedoch die Legenden um den Aufstieg und Untergang der Hochelfen, die von Göttlichkeit geblendet in den Abgrund stürzten. Talandriel steht Götterglaube daher sehr misstrauisch gegenüber und tut ihn für sich selbst und alle Elfen als badoc ab. Zugleich treibt Talandriel aber auch der Gedanke um, dass es ihm – als Angehörigem des einzigen Volkes, das sich nie von Göttern hat blenden lassen – zufällt, die Kurzlebigen vor den Gefahren des Glaubens zu warnen.

Wie steht Talandriel zur Zauberei?
Sein mandra gehört zu ihm. Ebenso wie er nicht über seine Lunge oder sein Können mit dem Bogen nachdenkt, so macht er sich auch keine Gedanken um diese Magie, wie die telor sie nennen. taubra hingegen ist etwas unnatürliches, mit dem er nichts zu tun haben will. zertaubra zu guter Letzt steht der Harmonie der Welt in solchem Maße entgegen, dass er versuchen wird, sie zu vernichten, sollte es ihm möglich sein.

Für wen oder was würde Talandriel sein Leben riskieren?
Alleine, dass er jahrelang in der Fremde nach Mandara sucht, ist eine Gefahr für sein Leben. In diesen Teilen der Welt kennt er sich nicht aus und muss doch fürchten, durch unerwartete Umstände zu Tode zu kommen. Für das Leben seiner Freunde und den Fortbestand der Sippe der Trauersammler würde er sein Leben hingeben – und vielleicht offenbart sich ihm gerade dies irgendwann als sein Lebenszweck.

Was ist der größte Wunsch Talandriels?
Sein größter Wunsch ist es sicherlich, endlich wieder mit den Resten seiner Sippe vereint zu sein und die tiefe Verbundenheit des Salasandra mit ihnen zu erleben.

Was fürchtet Talandriel mehr als alles andere auf der Welt?
Seine größte Angst ist es, das Verklingen des Sippenliedes zu vernehmen. Dieser Bruch der Einigkeit wäre für ihn um ein Vielfaches schlimmer, als der Tod eines seiner engen Freunde, sein eigener Tod, oder der Erkenntnis, dass er sich auf dem Weg des badoc befindet. Wenn er das Ende seiner Sippe miterleben müsste, würde ihn dies mit Bestimmtheit endgültig in tiefe Depressionen stürzen.

Wie sieht es mit Talandriels Moral und Gesetzestreue aus?
Das Prinzip von Recht und Gesetz und der Unterwerfung unter festgeschriebene Maxime und Herrscher verschließt sich Talandriel völlig. In erster Linie ist er frei und nur durch das eo und sein Harmonieverständnis der Welt gebunden. Er tötet nicht unnötig, bestiehlt niemanden (zumindest nicht seinem Verständnis nach) und käme nie auf die Idee, die Unwahrheit zu sagen. Dennoch könnte er mit dem Gesetz in Konflikt kommen, wenn dieses seinem eigenen Rechtsverständnis entgegensteht. Und auch in der Vergangenheit musste er erkennen, dass die Menschen ganz andere eo besitzen, als die Trauersammler.

Ist Talandriel Fremden gegenüber aufgeschlossen?
Gegenüber Menschen und Zwergen besitzt er keine gravierenden Vorurteile. Natürlich betrachtet er Angehörige beider Völker etwas belächelnd. Die einen wollen sich die Welt Untertan machen und gleichzeitig Untertan höherer Wesen sein, die anderen ziehen tiefe, unnatürlich geschlagene Stollen einem grünen Wald vor. Mit Orks und Goblins hat Talandriel in seiner Heimat nur schlechte Erfahrungen gemacht. Grobschlächtige, gierige und sehr unharmonische Kreaturen, die immer wieder Gefahr für seine und andere Sippen waren. Von den Achaz hat er aus alten Sagen weniges gehört, kann sich aber nur schwer etwas unter ihnen vorstellen.

Welchen Stellenwert hat Leben für Talandriel?
In der Jagd muss man natürlich töten und auch manche Pflanzen verspeist man im Ganzen, dennoch sollte man nie mehr töten, als man braucht, um nicht die Harmonie der Welt zu stören. Selbstverständlich verteidigt man das eigene Leben oder das seiner Sippenmitglieder und Freunde, doch muss dies nicht zwingend mit einem tödlichen Pfeil sein. Das Töten aus Habsucht oder reiner Mordlust ist zutiefst badoc und käme ihm nie in den Sinn. nurdra muss geachtet werden, doch auch zerza ist Teil der Welt.

Wie steht Talandriel zu Tieren?
Jedes Tier und jede Pflanze besitzt eine eigene Melodie, die geachtet werden muss.

Hat Talandriel einen Sinn für Schönheit?
Die größte Schönheit findet sich in der unberührten Natur, in der Melodie von Wind und Wasser und den Liedern, die Tiere und Pflanzen verbreiten. Auch schöner Gesang oder ein Flötenspiel lassen ihn aufhorchen. Ebenso schätzt er fein gearbeitete Handwerksstücke. Kleidung sollte in erster Linie praktisch und bequem sein, dennoch sind gestickte Ornamente oder aufgenähte Verzierungen etwas Schönes.

Was isst und trinkt Talandriel am liebsten?
Fern der Heimat bietet mit Waldminze aufgefrischtes Wasser ein Stück Geborgenheit, doch wenn er kann, bevorzugt er heiße Kräuteraufgüsse mit einem Tropfen Wildhonig. Alkohol kann er nichts abgewinnen und führt bei ihm schnell zur Übelkeit und auch Milch lässt er lieber den Jungtieren, als sie selbst zu trinken. Auf seiner Reise hat er südliche Früchte schätzen gelernt – auch in dem Wissen, dass sie selten wild gewachsen, sondern unter der Knute der Menschen herangereift sind, was sich auch in Geschmack und Melodie widerspiegelt. Ansonsten bevorzugt er frisch gelegtes Wild vor pflanzlicher Nahrung. Die menschliche Küche ist ihm etwas suspekt, weshalb er sich lieber selbst versorgt, als in Gasthäuser einzukehren.

Wie sieht es bei Talandriel mit der Liebe aus?
Die Liebe, wie sie die Menschen zelebrieren, erschließt sich Talandriel nicht. In seiner eigenen Sippe, wie auch unter den (vornehmlich Au-) Elfen, die er in späteren Jahren besuchte, hatte er häufige Vereinigungen mit weiblichen Elfen, ohne jedoch jemals einer Kandidatin für eine Seelenhochzeit zu begegnen – obwohl er sich zu Mandara immer besonders stark hingezogen gefühlt hat. Insbesondere die Tatsache, dass sich Menschen für ein ganzes Leben an einen einzigen Partner binden, erscheint ihm sonderbar. Für seinen Teil findet er menschliche Frauen selten körperlich anziehend – und eine echte Verbindung zu ihnen fehlt ihm ohnehin – umgekehrt scheint es allerdings häufiger der Fall zu sein, auch wenn man ihm gegenüber meist eine gewisse Scheu hervorbringt.