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Das Haus Mercatis

Eine kurze Aufstellung über den aktuellen Zustand des gesamten Anwesens:

  • Tor und Umzäunung: Das Schmiedeeiserne Tor wurde ausgetauscht und mit einem neuen Schloss versehen, sodass es wieder einen erhabenen Eindruck macht. Die Hecken wurden in mühevoller Arbeit gestutzt und wirken nicht mehr verwahrlost – dennoch bieten sie weiterhin einen guten Schutz gegen unerwünschte Besucher.
  • Garten: Der Garten ist noch völlig verwildert. Überall finden sich Gestrüpp und Unkraut. Es gibt kaum größere Bäume. Lediglich die Kieswege sind von den beiden Gärtnern bereits von den wuchernden Gräsern befreit worden.
  • Gesindehaus: Das Gesindehaus ist zwar als Stall nutzbar, macht aber einen maroden Eindruck. Nach Aussage von Leonardo Cerastelli ließe es sich für vergleichsweise wenig Geld wieder auf Vordermann bringen.
  • Kapelle: Von wildgewachsenen Pflanzen umwuchert ist die der Herrin Hesinde geweihten Kapelle an sich noch intakt. Sie wurde grundgereinigt und ist wieder für Gottesdienste nutzbar.
  • Fassade des Herrenhauses: Von außen wird das Gebäude noch weniger wohnlich als von innen. Zwar wurden die Bretter vor Fenstern und Türen inzwischen beseitigt, aber es fehlen Fensterläden (von neuen Glasfenstern ganz zu schweigen, denn die alten liegen nahezu vollständig in Scherben). Efeuer rankt sich an dem Gemäuer empor, doch mit etwas Pflege würde dies sicherlich einen altehrwürdigen Eindruck machen. Knorrige Büsche rund um das Gebäude müssen entfernt werden.

Die Räume im Erdgeschoss des Herrenhauses bieten einen vergleichsweise erträglichen Anblick. Überall wurde ordentlich geputzt, Trümmer entfernt und mit etwas mehr Mobiliar würde man wieder einen wohnlichen Eindruck erwecken können.

  • Eingangshalle: Hier gibt es nichts mehr zu tun.
  • Großer Speisesaal: Es fehlen sechs der zweiundzwanzig Stühle. Der große Kronleuchter ist zu Bruch gegangen.
  • Kleiner Speisesaal: Sehr einfach eingerichtet, für eine Mahlzeit im kleinen Kreise aber durchaus geeignet.
  • Herrenzimmer: Zwei mottenzerfressene Sessel müssen ersetzt werden.
  • Damenzimmer: Intakt.
  • Salon: Kleinere Ausbesserungsarbeiten am Mobiliar (leicht beschädigte Sessel, zwei beschädigte Schubladen an der kleinen Kommode) sollten ausreichen.
  • Bibliothek und kleines Arbeitszimmer: Teile der Bücher sind Mäusen, Ratten und Insekten zum Fraß gefallen. Das mittlere Regal ist morsch und könnte unter der Last der Bücher jederzeit zusammenbrechen. Der kleine Tresor wurde professionell aufgebrochen und ist nicht mehr zu gebrauchen. Die Sortierung und Katalogisierung der vorhandenen Werke hat begonnen.
  • Musikzimmer: Ein professioneller Instrumentenbauer müsste sich das Klavier einmal ansehen – aber es funktioniert noch. Die sonstige Einrichtung ist nahezu vollständig verschont geblieben.
  • Wintergarten: Der Wintergarten beherbergt zwar noch immer einige recht exotische Pflanzen, aber alles wächst kreuz und quer durcheinander. Vielleicht können einzelne Pflanzen gerettet werden, doch hier ist ein Neuanfang vonnöten. Das Glasdach ist zu Teilen schwer beschädigt und muss repariert werden – ein teures Unterfangen, es sei denn, man hilft sich vorerst mit Holzplanken aus, um die Löcher zu verschließen.
  • Waffenkammer: Viele der Stücke haben während Shahîns Kampf mit den strohgefüllten Ritterrüstungen einige Schäden abbekommen oder sind im Laufe der Zeit zu stark mitgenommen worden, um noch praktisch oder dekorativ sein zu können. Ein kompetenter Schmied kann manches Stück vielleicht noch retten, doch das wird nicht billig. Aus dem Materialwert der Stücke ließe sich noch etwas Gewinn schlagen.
  • Atelier: Die verstörenden Statuen menschlicher Emotionen sind unberührt, sehr kunstfertig und sicherlich einiges wert. Allerdings sind sie auch äußerst schwer. Der Raum an sich ist intakt.
  • Küche: Inzwischen ist die Küche vollständig eingerichtet und ein fähiger Koch ist in der Lage, hier schmackhafte Festmähler auf die Teller zu bringen.

Die Räume im Obergeschoss des Herrenhauses wirken äußerst kahl, inzwischen aber sauber. Die meisten Möbelstücke waren zu nichts mehr zu gebrauchen und wurden inzwischen hinausgeschafft:

  • Schlafgemächer: Diese Räume sind bis auf neue Betten und Kleidertruhen leer. Die vorhandenen Betten reichen geradeeinmal für die Helden und all jene Angestellten, die sich bereits vor Ort befinden. Werden weitere Personen in den Haushalt aufgenommen, müssen weitere Betten herangeschafft werden.
  • Bedienstetenquartiere: Hier muss alles neu angeschafft werden, zurzeit dient nur etwas Stroh auf dem Boden als Schlafstätten.
  • Spielzimmer: Stühle und Tische sind noch nutzbar und selbst ein Rote-und-Weiße-Kamele-Spiel konnten die Helden noch in bestem Zustand auftun. Andere Spiele gibt es bisher nicht.
  • Bad: Zwar sind Badewanne, Amaturen und sogar der Spiegel noch völlig intakt, dafür jedoch ist die Tür in den Angeln zerschmettert worden und muss erneuert werden.
  • Großes Arbeitszimmer: Es gibt einen großen Haufen privater und geschäftlicher Korrespondenz die gegebenenfalls gesichtet und anschließend fortgeschafft werden muss. Außer einem Sekretär und einem kleinen Regal für die Unterlagen finden sich hier keine Möbelstücke mehr.

Die Räume im Keller des Herrenhauses haben die Zeit im Allgemeinen wesentlich besser überstanden, als der Rest des Hauses:

  • Hauptkeller: Außer viel ungenutztem Stauraum finden sich hier verschiedenste Werkzeuge und andere Haushaltsutensilien und -einrichtungsgegenstände, die in einem echten horasischen Anwesen nicht fehlen dürfen und damit den allgemeinen Grundbetrieb des Haushaltes ermöglichen.
  • Voratskeller: Auch wenn man bei der Erinnerungen an die verschimmelten und angefressenen Nahrungsmittel und die Unmengen von Ratten und Insekten bereits wieder den Ekel aufsteigen spürt, so zeugt doch heute nichts mehr von dem früheren Zustand dieses Kellerraumes. Es wurde gründlich geputzt, die Schädlinge sind verschwunden und die Regale und Haken sind wieder mit Schmackhaftem bestückt worden.
  • Weinkeller: Die verbliebenen brauchbaren Regale sind wieder mit verschiedenen Getränken gefüllt. Ein größeres Fass verdeckt das geheime Schlüsselloch.
  • Geheimer Vorraum & Beschwörerraum: Die Helden sind sich bereits darin einig, dass hier ein Entzauberer oder Geweihter Sicherheit schaffen sollte. Abgesehen von dem großen Pentagramm auf dem Boden ist der Raum leer.
  • Die beiden Labore: Große Teile der Laborausrüstungen sind noch zu gebrauchen. Man müsste zwar immer noch einiges Geld in die Hand nehmen, um ein modernes Labor daraus zu machen, doch die Kosten hielten sich in Grenzen.

Die Helden haben sich bereits darum gekümmert, verschiedene Angestellte für das Anwesen zu rekrutieren, darunter

  • Salvestros Schwester Elissa, zum Einen, um ihr die Möglichkeit zu geben, sich in der Führung eines Hausstandes zu üben, zum Anderen damit während der Abwesenheit der Helden eine vertrauenswürdige Person vor Ort ist. Salvestro hat seinem Vater einen entsprechenden Vorschlag unterbreitet, aber bisher keine Antwort erhalten.
  • Ein Majordomus zur Verwaltung des Haushaltes in Abwesenheit der Helden. Zu diesem Zwecke haben sie bei Celaro Fiorettino, dem Grafen von Kabash nach einem geeigneten Kandidaten angefragt. Bisher haben sie keine Antwort erhalten.
  • Phejanka Limetti, die Privatsekretärin von Horathio. Sie ist eine vielversprechende Studentin an der Herzog-Eolan-Universität zu Methumis und bietet einen hübschen Anblick, scheint aber sehr schüchtern und zurückhaltend zu sein. Vorerst obliegt es ihr, die Bücher in der Bibiliothek zu sichten und ordentlich zu katalogisieren, sowie die private Korrespondenz ihres Herren zu verwalten. Sie schläft in der Dienerkammer, die sich an Horathios Schlafgemach anschließt.
  • Zwei Hausdiener, um den Helden und eventuellen Gästen aufzuwarten und sich um die gehobenen Aufgaben im Haushalt zu kümmern. Filyiana Plantanego stammt aus einer renommierten Domestik-Schule in Methumis und wirkt auf den ersten Blick recht streng. Gularan Gamotte kann zwar keine einschlägige Ausbildung, dafür aber die Referenzen dreier Patriziergeschlechter aus Methumis vorweisen und besticht durch seinen natürlichen Charme. Beide schlafen in der großen Dienerkammer des Herrenhauses.
  • Eine Köchin, die sich um das leibliche Wohl der Helden und der Angestellten kümmert. Idealerweise wäre sie mit dem künftigen Majordomus verheiratet, sodass die Helden für sie keine separaten Räumlichkeiten bereitstellen müssten. Bisher haben sie aber noch keine geeignete Person gefunden und zumeist kümmert sich Eleonora persönlich um die Mahlzeiten.
  • Vier bewaffnete Wachleute zur Sicherheit des Anwesens und seiner Bewohner. Zu diesem Zweck haben die Helden Jacobus, dem Hauptmann der Wache in Sewamund einen Brief geschrieben, in der Hoffnung, er könne ihnen einige geeignete Männer und Frauen schicken. Zur Zeit haben sie jedoch noch keine Antwort von ihm erhalten.
  • Zwei Gärtner zur Instandsetzung und -haltung des Gartens und als Assistenten für Kräuterbeete und Gewächshaus. Luigi ist etwa dreißig Jahre alt, hat an der Firunsschule in Methumis einiges über Botanik erlernt und wirkt sehr erfahren. Penarollo ist erst sechzehn und es mangelt ihm offenkundig an einschlägiger Erfahrung – dafür ist er sicherlich noch sehr lernfähig. Gemeinsam sollten sie den Garten des Anwesens bändigen können. Vorerst sind beide im Gesindehaus untergebracht.
  • Ein Hundeführer, der Eleonora bei ihrer geplanten Hundezucht zur Hand gehen und die Tiere in ihrer Abwesenheit professionell versorgen soll. Sie hat ihren alten Lehrmeister schriftlich darum gebeten, sie bezüglich eines geeigneten Kandidaten zu besuchen, bisher ist jedoch noch keine Antwort eingetroffen.
  • Pulpio, der Sohn eines Sirup-Melonen-Bauers aus dem naheliegenden Dorf. Eleonora hat ihn mit Erlaubnis seines Vaters unter ihre Fittiche genommen und gedenkt, ihn als Lehrling zu sich zu nehmen und zum Tierbändiger auszubilden. Zuvor hat er den Helden bereits im Stall ausgeholfen und hat ein geschicktes Händchen mit Tieren bewiesen. Er schläft beim Gesinde im Gesindehaus.
  • Ein halbes Dutzend einfacher Knechte und Mägde, die sich um Pferde und Hühner kümmern, die Wäsche machen, das Haus putzen und dem Majordomus, der Köchin oder den Gärtnern zur Hand gehen, wenn sie gebraucht werden. Sie sind im Gesindehaus untergebracht.

Südlich an ihr Anwesen grenzt das Waldstück an, dessen Besitzer sie nach der Verurteilung Leonardo Cerastellis die Helden geworden sind. Es handelt sich um etwa 75 Rechtmeilen Zedern- und Bosparanienwälder, deren Holzschlagrechte zu großen Teilen an Sägewerke und Köhlereien verpachtet sind. Verrechnet man die Gewinne aus den Pachtzinsen mit den Unsummen, die alleine der Unterhalt des Mercatis-Anwesens verschlingt (Ersteinrichtungen, größere Bau- und Erneuerungsvorhaben, sowie teure Anschaffungen, wie Pferde oder Kutschen sind darin noch nicht enthalten), so erhält jeder Held monatlich einen Reingewinn von etwa 81 Dukaten.