Phex Kinder

Seiten

Shelia von Tecklenstein

Name: Shelia von Tecklenstein
Titel: Ritterin
Geschlecht: Weiblich
Alter: Geboren am 07. Phex des Jahres 988 BF
Größe: 1,69 Schritt
Haarfarbe: Schwarz
Augenfarbe: Schwarz
Familienstand: Ledig

Schriftwechsel

Brief an Delian von Wiedenbrück
Brief an Salpikon Savertin

Aussehen

Dreißig Winter sind seit der Geburt der gutaussehenden Adligen Shelia von Tecklenstein ins Land gegangen, dreißig Winter die man der eitlen Dame zu ihrem Bedauern auch ansieht. Ihr dunkles, schulterlanges, schwarzes Haupthaar trägt sie offen und liegt es an manchen Tagen nicht wie gewünscht, hilft man hier mit parfümierter Pomade aus. Ihre vollen Lippen setzt sie gekonnt mit purpurnen Lippenrot in Szene und die Augen werden häufig mit schwarzen Rußstift untermalt.  Doch wie bei ihren Gefährten, haben auch bei Shelia die letzten Jahre ihre Spuren hinterlassen. Der Körper wird von unzähligen kleinen Narben geziert. Sie sind das stille Zeugnis der unzähligen Schlachten, Scharmützel, Duelle und Attentate.  Doch trägt sie diese Makel nicht etwa mit Scham, sondern mit Stolz.

Ab 1021

Für gewöhnlich kleidet sich Shelia in Stoffen, die ihren Stand und ihr Vermögen wiederspiegeln. Dabei bevorzugt sie klassische Beilunker Spitze und dunkle Farbtöne. Sehen sich die Gezeichneten einem erneuten Abenteuer gegenübergestellt, weicht die luxuriöse Stofftracht einem fein gearbeiteten, tulamidischen Kettengeflecht. An ihren Flanken trägt sie zwei Klingen. Es handelt sich um die Nachtwinde Calman und Noctis. Beide Waffen sind von meisterhafter Machart, aber nur Calman hat eine unheilverkündende tiefschwarze Färbung. Neben den beiden sichtbar geführten Klingen finden sich an Gürtel und Stiefel noch weitere Dolche und „Werkzeuge“, deren individuelle Komposition jedoch nach Stimmungslage der Trägerin und den Gegebenheiten des Auftrags variiert.
Shelia hat nun mittlerweile 30 Winter ins Land gehen sehen. Ihre jugendliche Attraktivität weicht mit voranschreitendem Alter nun mehr und mehr einem reifen Charme. Gleichwohl vermögen ihre weiblichen Reize noch immer dem männlichen Geschlecht den Kopf zu verdrehen – sofern gewollt.
Der Kampf gegen Borbarads, den sie nun bereits seit den Geschehnissen in Weiden mit Leibeskräften führt und der sie mehr als einmal an die Pforten von Borons Hallen geführt hat, hinterließ bei ihr neben den sichtbaren Narben auch innere Spuren. Aus der einst unbekümmerten und weltoffenen Geweihten ist mehr und mehr eine Gottesdienerin mit radikalen, teils praiotischen Denkmustern geworden, der die Niederlage Borbarads als oberstes Ziel gilt. Nur allzu oft gerät sie dabei in Konflikte mit den Oberhäuptern weltlicher und kirchlicher Instanzen, deren interne Ränkespiele und zähen Entscheidungsprozesse ihr ein Dorn im Fleische sind.

Hintergrund

Der Fluch der Familie

Wappen der Landedlen SheliaDie Geschichte derer von Tecklenstein. Über kaum eine Familie wurde soviel spekuliert und gleichzeitig so wenig gewusst. Bereits die Ankunft des späteren Patriachen Immanuel v. Tecklenstein und das seiner Familie gibt vielen noch immer Rätsel auf ? Wer waren sie ? Woher kamen sie ? Was wollen sie ?
Große Teile liegen noch immer verborgen im undurchsichtigem Nebel der Geschichte. Feststeht hingegen, dass sie mit einem Schiff festmachten, welches von Al’Anfa aus ins Perlenmeer in See stach.
Al’Anfa – Schwarze Perle, Boronskrone, Stadt des Roten Goldes oder Pestbeule des Südens.
Für die Bürger des Mittelreiches Hort der Unzucht, Freizügigkeit, Heimat der Sklaverei und frivoler Exzesse, bekannt geworden durch wilde Orgien und einem häretischen, praiosverfluchten Boron Glauben. Liegt hier der Ursprung der Familie die in Beilunk noch für derartig viel Aufsehen sorgen sollte ? Aussehen, Dialekt und Auftreten sprechen zumindest dafür.
Es muss ungefähr zwei Jahre später gewesen sein als man wieder auf die von Tecklenstein’s aufmerksam wurde. Vor allem in bürgerlichen Kreisen machte schnell ein Mann von sich reden, dessen skrupellosen aber gleichermaßen erfolgreichen Geschäftspraktiken ihm Bewunderung und Ehrfurcht einbrachten – Immanuel von Tecklenstein.
Niemand ahnte zum damaligen Zeitpunkt wie blutig der Einstieg der Familie tatsächlich war, niemand schien die auffällig häufigen Morde und Freitode in Zusammenhang mit den Methoden des Hauses Tecklenstein zu bringen, obwohl es vornehmlich Personen traf deren Einzug in die gütigen Hallen des Schweigsamen den Aufstieg Immanuels maßgeblich förderten. In nur kürzester Zeit verhalf dieser seiner Familie zu sagenhaften Reichtum und einem einschlägigen Ruf.
Ein repräsentatives Anwesen im Stil Al’Anfanischer Granden-Häuser, Pferde aus feinster tulamdischer Zucht, ‚Bedienstete‘ aus den entlegensten Winkeln Aventuriens und Privatlehrer für die einzige Tochter des Hauses. Völlerei und Dekadenz schienen weniger Sünde als Tugend im Hause einer der zu dieser Zeit bedeutendsten Familien Beilunks.
Sie besaßen Alles, aber Alles schien nicht genug. Die Gier hatte von Immanuel Besitz ergriffen. Besessen von dem quälenden Verlangen nach mehr Besitz, nach mehr Reichtum, nach mehr Macht, lies er alles menschliche hinter sich. Unfähig Liebe zu zeigen wandte sich selbst die Familie auf abstruse weise ab – die Tochter vereinsamte, während sich Leta, die Mutter des Kindes, dem exzessiven Genuss von Boronwein hingab, was sie nach und nach den Verstand kostete.
Man sagt es waren die Jünger des Phex, welches als Erstes, etwas nicht derisches hinter dem mysteriösen Aufstieg des Hauses erkannten. Sie sollen es auch gewesen sein die den Praioten jenen entscheidenden Hinweis gegeben haben, welcher das furchtbare Gesicht Immanuels ans Tageslicht brachte.
Seit Jahren schien er mit Mächten im Bunde zu stehen die sich gegen die zwölfgöttliche Ordnung wenden, Mächte die es Vermögen jeden noch so starken Menschen zu Grunde zu richten. Dieses äonenalte Böse trägt viele Namen – Zholvar, Gieriger Feilscher und Vermehrer des blutbefleckten Goldes sind die harmlosesten. Tasfarelel und seine korrumpierten Tugenden hatten sich unwiderruflich in seine Seele gebrannt. Diese schmerzliche Erfahrung machten auch zwei Bannstrahler als sie Immanuel stellen wollten – es blieb bei dem Versuch.
Sein Verbleib ist bis heute ungeklärt.
Leta von Tecklenstein, die schon lange nicht mehr Herrin ihres eigenen Geistes war, wurde in die Obhut der Noioniten übergeben.
Rätsel gibt bis heute der Verbleib der einzigen Tochter des Hauses auf, es gibt Gerüchte das sich die Tempel der Stadt ihrer angenommen haben, um zu verhindern das der schädliche Einfluss des Vaters wohlmöglich Früchte in dem jungen, unschuldigen Geschöpf trägt. Doch bis heute hat sich keiner der ortsansässigen Tempelvorsteher zu dieser Frage geäußert.“

Erschienen am 04. Rondra des Jahres 1000 BF im Beilunker Stadtblatt „Nandusblick“
Verfasst von Gustav Federkiel

Beilunk – Die allseits bekannte Hafenstadt am Golf von Perricum trauert um einen geschätzten Bürger und ganz Aventurien um einen talentierten Schriftsteller.
Gustav Federkiel, Herausgeber des Nandusblick und Gönner seiner Heimatstadt, wurde letzte Woche grausam entstellt im Hafenbecken gefunden. Die genauen Umstände der grausamen Tat geben Hauptmann von Brockburg und seinen Helfern noch immer Rätsel auf, so dass eine baldige Aufklärung dieses widerwärtigen Verbrechens unwahrscheinlich ist.
Bekannt ist bisher lediglich das dem Opfer sowohl Finger als auch Zunge abgetrennt wurden, als ebenso sicher gilt das die Praioskirche ein reges Interesse an dem Tod des Gustav Ferdkiel zeigt. Unbestätigt blieben bisher die hanebüchenen Gerüchte, dass man in der vernähten Mundhöhle des Opfers goldene Münzen fand.
Der Warunker Stadtflug wird weiter berichten.“

Erschienen am 11. Efferd des Jahres 1001 BF im Warunker Stadtflug