Phex Kinder

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Tristam von Rabenmund

Wahlspruch Rabenmund

Schriftwechsel

Brief an Tristam von Rabendmund (Travia 1031 BF)
Vom Inquisitor (Phex 1030 BF)
An den obersten Herold Gerwulf von Pallingen (Efferd 1030 BF)

Zwischenspiel

Frühjahrsturnier: Erster Tag I, Erster Tag II (Eslamsgrund, Anfang Ingerimm 1030 BF)
Vom nächtlichen Lagerleben (Im Heerlager Richtung Appelhof, Peraine 1030 BF)
Winterende 1030 BF (Hartsteen, 9. Tsa)
Ausbildung neuer Truppen (Garnison nördlich der Reichsstadt Hartsteen, 11. Boron 1030 BF)
Im „Ritterstolz“ I“ (Hartsteen, 5. Boron 1030 BF)

Hintergrund

I. Herkunft

Baronie Echsmoos

Die Baronie Echsmoos befindet sich im wilden Osten des Reiches und ist eingefasst in die Hänge der Schwarzen Sichel. Die grimmige Landschaft ist geprägt durch schier endlose urtümliche Wälder, Moosforste und Hochmoore. Es ist somit nicht verwunderlich, dass die Baronie für das Reich von keiner großen Bedeutung ist. Tatsächlich beheimatet sie nicht einmal eine größere Stadt. Auch befestigte Straßen sucht man in Echsmoos vergeblich. Gleichwohl verfügt auch diese Baronie über eine Sehenswürdigkeit – den Yrrwen-Gletscher. Der vier Meilen lange Gletscher gilt der Bevölkerung als Heiligtum der Berggiganten und hat sich sowohl für Menschen als auch für ansässige Goblinstämme zu einer Art Pilgerstätte entwickelt.

Insgesamt zählt die Baronie vielleicht 1000 Seelen. Sie sind arm, schweigsam und wie in Darpatien üblich gastfreundlich. Ihrem Stolz ist es geschuldet, dass sie sich selbst eher als Schwarzsichler denn als Darpatier oder Mittelreicher bezeichnen würden. Der örtliche Dialekt ist durchzogen von Goblin-Lehnwörtern und der Glaube an die Zwölfe getrübt durch die Verehrung von Saturia und der Gigantin Sokramur.

Familie

Tristam ist der zweite Sohn des verstorbenen Barons von Echsmoss, Malzan von Rabenmund, dessen Linie dem mittleren Haus derer von Rabenmund entspringt. Malzan, seiner Zeit überzeugter Answinist, schaffte es seinen Titel und seine Ländereien über die Wirren der Thronfolgekriege hinweg zu erhalten. Bis zu seinem gewalttätigen Ableben in der Blutnacht von Rommylis sagte man dem Baron nach, die Ambitionen des alten Familienoberhauptes nie gänzlich verworfen zu haben. Inwiefern er die Ambitionen Answins tatsächlich weiterverfolgt hat ist nicht belegt.

Seine Mutter, Adara von Echsmoos, übernahm nach dem Tod ihres Gatten für vier Jahre die Führung der Baronie, um sie anschließend an ihren Erstgeborenen Reto Ertzel von Echsmoos abzutreten. Die Beziehung zwischen Reto und seinem Vater war stets angespannt. Die Gründe für dieses Zerwürfnis sind unbekannt, scheinen sich jedoch auch nachhaltig auf die Beziehung zwischen den Brüdern Reto und Tristam ausgewirkt zu haben. Sowohl der Kontakt zur Mutter als auch zum Bruder brach mit Beginn der Knappschaft an der Finsterwacht ab – wirklich zu bedauern scheint diesen Umstand niemand.

II. Die Finsterwacht

Das gemeine Volk versteht unter der Finsterwacht ein mit tapferen Rittern bemanntes Bollwerk wider den Orken. Tatsächlich handelt es sich bei der Befestigungsanlage um einen eher losen Verbund von etwas mehr als zwei dutzend Wachtürmen. Die vorrangige Pflicht der Finsterwachtritter besteht darin, nach Orkhorden Ausschau zu halten und bei Gefahr von Angriffen oder Überfällen ein Signal an die Nachbartürme weiterzugeben, um anschließend zum koordinierten Gegenangriff übergehen zu können. Obwohl die Türme und das nähere Umland den jeweiligen Rittern ein eigenes Einkommen sichern sollten, gestaltet sich das Leben auf den Türmen als äußerst entbehrungsreich und unterscheidet sich beträchtlich von jenem Komfort, den ein üblicher Rittersitz bietet.

Die Zeit bis zu seiner Schwertleite diente und lernte Tristam unter dem ehrwürdigen Ritter Arlan von Rosshagen an der Finsterwacht. Nur wenigen Mittelreichern dürften noch die alten Bande zwischen den stolzen Häusern Rosshagen und Rabenmund bekannt sein. Einst stritten beide Familien Seite an Seite für Answins Ansprüche auf den kaiserlichen Thron. Nach dem die Usurpation in der ersten Schlacht auf den Silkwiesen vorerst gescheitert war, wurden die meisten Answinisten hingerichtet oder eingekerkert. Im Verlauf dieser Geschehnisse wurde Arlan von Rosshagen durch die „Gunst“ des Kaisers in das Exil an den Finsterkamm beordert, wo ihm das Lehen um den Turm „Rabenfelsen“ übertragen wurde.