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Hjōlðar Askirson

BoronsradVerstorben am 18. Travia 1030 BFBoronsrad
Aufgrund eines Missverständnisses durch einen Schergen von Frankwardt von Hirschenroden auf der Reichsstraße erschlagen.

Werke

Die 3 Rekker
Das letzte Korn

Aussehen

Mit einer Körpergröße von 2,02 Schritt ist Hjōlðar – zumindest nach mittelländischen Maßstäben – ein wahrer Hühne. Sein wettergegerbter und sehr muskulöser Körper zeugt davon, dass er aus den Tiefen des Nordens kommt und der Kampf einen hohen Stellenwert in seiner Sippe hat. Dabei achtet er jedoch stets auf die Pflege seines Körpers (schließlich ist er ein Skalde und daher Vertreter der thorwalschen Kultur): Sein etwas mehr als schulterlanges, weißblondes und leicht gewelltes Haar, welches er mit einem Seitenscheitel hinter die Ohren steckt (wobei es hin und wieder vorkommen kann, dass ihm einige Strähnen vor die Augen fallen), wirkt kräftig und gepflegt. Sein Bart ist gestutzt, jedoch etwas länger als ein Drei-Tage-Bart und zieht vom Haaransatz der Koteletten bis zum Mund. Dort hebt die auslaufende Kombination aus Oberlippen und Kinnbart seine vollen Lippen hervor. Seine Gesichtszüge sind für einen Thorwaler relativ weich und zeugen eher von Gutmütigkeit und Freundlichkeit, als von Aggressivität. Seine stahlblauen Augen ergänzen sich gut zum generell etwas helleren Haut- und Haarbild.

Wie wirkt er auf Fremde?

Auch wenn sein Körperbild nicht darauf schließen lässt, ist Hjōlðar ein sehr offenherziger und freundlicher Thorwaler – und für jeden Spaß zu haben. Trinken, Raufen, Kräftemässen zählen neben seinen musikalischen Künsten zu seinen Freizeittätigkeiten. Seine Gastfreundschaftlichkeit macht ihm alle Ehre, schließlich ist es fester Bestandteil der thorwalschen Kultur. Er schlägt selten eine Einladung aus, erwidert aber mindestens im gleichen Maße. Horasiern bringt er eine gewisse Abneigung gegenüber, wurde der thorwalsche Stolz doch durch die Horasische Flotte gedämpft. Al’Anfanern würde er liebend gerne mit der Rechten seine Meinung über die Sklaverei erläutern.
In gehobenen Gesellschaften würde man ihn – sofern er nicht auf seinem Instrument spielt – eher zu einem ungehobelten Bauern zählen, was nicht zuletzt auf seine offene und direkte Art zurückzuführen ist. Seine Impulsivität ist etwas gewöhnungsbedürftig und sofern man ihn oder die thorwalsche Kultur nicht kennt, würde man meinen, dass er etwas aufbrausend bis unfreundlich wirkt – was er aber definitiv nicht ist.
Jemanden wortgewand zu beleidigen (wobei dies meist eher als Aufforderung zu einem Wortgefecht verstanden werden sollte) macht ihm ebensoviel Spaß, wie über sich selbst zu lachen. Nur bei Aggressivitäten gegenüber seiner Kultur oder seinem Volk wird er zornig, da diese oft ernster gemeint sind, als man es versucht zum Ausdruck zu bringen.

Wie ist er aufgewachsen?

Hjōlðar wurde in Olport geboren und wuchs auch dort auf. Sein Vater, welchem eine der kleineren Fischereien gehörte, wollte seinen Sohn in seine Fußstapfen treten lassen, doch Hjōlðar  drang nach Höherem. Der Gedanke den Rest seines Lebens in Olport zu verbringen bescherte ihm die ein oder andere schlaflose Nacht, weshalb er nach einem kleineren Streit mit seinen Eltern eine Ausbildung in der Skaldenhalla anfing. Zu der Ausbildung gehört eine einjährige Wanderschaft, welche er in die südlichen Teile des Thorwalerreichs, sowie das nördliche Mittelland unternahm. Ständig unterwegs, um von interessanten Geschichten zu hören oder die alten Strophen des Jurga Liedes zu erlauschen, hatte er keine wirklich festen Freunde, sondern passte sich seinem Umfeld immer an. Sein Alltag bestand größtenteils aus Wandern und Musizieren, doch auch das Schreiben von Geschichten/ Gedichten oder Liedtexten füllten seinen Tag. Die Nächte während der Wanderschaft verbrachte er meistens in Gasthäusern (wo die Kundschaft größer war) oder bei Wegelagerern, die sich gegen einige musikalische Stücke dazu bereit erklärten, ihm Unterkunft zu gewähren.

Hat er eine enge Bindung zu den Menschen aus seiner Jugend?

Die ständige Wanderschaft sorgte dafür, dass er immer wieder neue Leute kennenlernte, was ihm allerdings nichts ausmachte, sofern man mit ihnen trinken konnte. Lediglich einige Freunde, die er während seiner Ausbildung kennengelernt hatte, sind ihm seit längerem bekannt. Alte Spielkameraden hat er nicht, da sein Vater ihn schon früh mit zum Fischfang aufs Boot genommen hatte. Da er seit Monaten schon auf Wanderschaft außerhalb von Thorwal ist, ist jedoch auch der Kontakt zu seinen alten Freunden zum Größten Teil abgebrochen. Svenna Roardottir –seine erste große Liebe- schreibt er noch regelmäßig Briefe, die allerdings nicht erwidert werden. Ob es an seiner ständigen Reise liegt oder daran, dass sie einfach nicht zurück schreibt, weiß er nicht.

Warum ist er zum Abenteurer geworden?

Hjōlðar ist ständig auf der Suche nach Abenteuern, die ein Lied oder eine Geschichte lohnen, um irgendwann so bekannt zu sein wie einst sein Vorbild Torstor Om. In einem thorwalschen Lied oder einer Heldensaga erwähnt zu werden wäre für  ihn der Zeitpunkt, an dem er sich problemlos in Firuns Obacht begeben könnte. Zudem ist er überzeugt von der Lebensweise seines Volkes und versucht so oft es geht von den Vorteilen und den guten Seiten der thorwalschen Einstellung zu erzählen, auf dass die (viel zu ernsten) anderen Völker ein wenig mehr Offenheit zeigen.

Hatte er vor seiner ersten Abenteuerreise jemals die Gelegenheit, seinen Geburtsort zu verlassen?

Da es Teil der Ausbildung der Skalden ist, für mindestens ein Jahr auf Wanderschaft zu gehen, kam Hjōlðar für sein Alter schon ungewöhnlich viel herum. Seine Reisen führten ihn bislang immer weiter in den Süden, wie zum Beispiel nach Thorwal, Andergast, oder sogar Gareth. Nur das Horasreich schien er bislang zu vermeiden, was wohl mit der thorwalschen Geschichtsschreibung zusammenhängt.