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Haldoryn von Lyckmoor

Wie sieht Haldoryn aus?
Er ist äußerst stattlich. Der kräftige, muskelbepackte Körper zeigt die weißen Überreste verschiedener Kampfnarben. Eine recht markante Narbe zieht sich oberhalb des linken Auges über die Stirn und teilt die Augenbraue in zwei. Trägt Haldoryn keine Beinkleider erkennt man einen schlecht zusammengewachsenen Bruch des rechten Oberschenkels, der ihm zwar keine Schmerzen verursacht, aber seine Beweglichkeit leicht einschränkt.

Wie wirkt Haldoryn auf Fremde?
Auf den ersten Blick wirkt Haldoryn wie der Inbegriff des tugendhaften Ritters, der hoch zu Ross in die Schlacht reitet, Drachen erschlägt und bedrohte Jungfern aus den Händen grausamer Hexenmeister rettet. Wer jedoch mit ihm ins Gespräch kommt (oder ihm gar im Weg steht), der muss feststellen, dass er seine Abstammung und seine ausgezeichnete Ausbildung mit einiger Arroganz vor sich herträgt.

Wie ist Haldoryn aufgewachsen?
Im gräflichen Haushalt seines Vaters wuchs er zwar recht behütet auf, doch wurde ihm schon von der Kindheit an beigebracht, dass er – auch, wenn er niemals Erbe des Grafentitels werden würde – eines Tages als Ritter des Köinigreiches Nostria ein Vorbild sein würde, von dem viel erwartet werden würde. Nicht nur seine Fähigkeiten mit Waffen und Pferd wurden bereits früh geschult, auch in der Staatskunst erhielt er ausführlichen Unterricht – denn für den Sohn eines Grafes würde der der königliche Hof ein durchaus erreichbares Ziel sein. Mit dem Ende seiner Kindheit wurde er einem befreundeten Baron anempfohlen, der ihn zunächst als Page und anschließend als Knappe in seine Dienste aufnahm und der ihm nach einem siegreichen Scharmützel mit andergastschen Grenztruppen zum Ritter schlug.

Hat Haldoryn noch eine enge Bindung zu Menschen aus seiner Jugend?
Seiner Familie steht er zwar nahe und er wäre jederzeit bereit seine Fähigkeiten in ihren unmittelbaren Dienst zu stellen, doch solange er nicht gerufen wird, führen ihn seine Wege anderswo hin. Freundschaftliche Verbindungen zu Waffengefährten (selbstredend nicht unterhalb seines Standes) und einigen Rittern und Angestellten des baronischen Haushalts gibt es zwar, doch keine dieser Beziehungen ist wirklich eng zu nennen.

Warum ist Haldoryn zum Abenteurer geworden?
Mit seinem Ritterschlag schied er aus dem Dienst des Barons aus. Seine Ausbildung war beendet und auch, wenn es ihm sicherlich möglich gewesen wäre, würde er niemals eine Anstellung im Haushalt eines einfachen Barons akzeptieren. In der Hoffnung auf Ruhm, Anerkennung und einen gewissen Wohlstand – möglicherweise eine Stelle am königlichen Hofe – zieht er seither auf eigene Faust durch das Land.

Wo ist Haldoryn schon gewesen?
Die großen Städte Nostrias (inklusive der Hauptstadt) hat er bereits besucht, doch über die Grenzen seines Langes ist er bisher nicht hinausgekommen – wenn man einmal von verschiedenen Gefechten und Überfällen gegen und auf Andergast absieht.

Ist Haldoryn sehr götterfürchtig?
Nicht zuletzt, weil es zum Kodex eines echten Ritters gehört, den wahren Glauben zu verteidigen, nimmt er einen hohen Stellenwert in Haldoryns leben ein. Er betet regelmäßig – wenn er die Zeit dazu hat wenigstens dreimal täglich – und besucht an den Praiostagen, oder wann er sonst Gelegenheit dazu hat, eine Predigt. Seine Auslegung des Glaubens ist allerdings recht liberal. Ihm ist er Schild und Trost, doch würde er nicht versuchen, Ungläubige mit dem Schwert zu bekehren. Dazu ist allerdings zu sagen, dass er von kaum einer anderen Glaubenswelt neben der zwölgöttlichen weiß. Lediglich mit dem Swafnir-Glauben Thorwalscher Händler und Piraten ist er vielleicht schon einmal in Kontakt gekommen.

Wie steht Haldoryn zur Zauberei?
Zauberei ist eine mächtige und gefährliche Sache, doch sicherlich hin und wieder auch hilfreich – und doch wäre es für die Welt besser gewesen, hätte Mada niemals ihren Frevel begangen. In jedem Fall liegt es aber an kirhclichen und weltlichen Würdenträgern (und das schließt selbstverständlich einen nostrischen Ritter mit ein) und Herrschern, Magier, Druiden und Hexen gleichermaßen im Auge zu behalten.

Für wen oder was würde Haldoryn sein Leben riskieren?
Für Krone und Vaterland. Für seine Familie und seine persönliche Ehre. Sollte es nötig sein, auch für seinen Glauben. In den meisten Fällen auch für bedrohte Schutz- und Wehrlose. Tatsächlich ist zu sagen, dass er wohl recht leichtfertig mit der eigenen Sterblichkeit umgeht.

Was ist der größte Wunsch Haldoryns?
Sein größter Wunsch ist es, sich im Krieg gegen Andergast (oder einer königlichen oder göttlichen Queste) derart hervorzutun, dass er selbst mit einem großzügigen Lehen und einer einflussreichen Position am Hofe belohnt wird.

Was fürchtet Haldoryn mehr als alles andere auf der Welt?
Eine ernsthafte andergastsche Invasion, die die Existenz Nostrias beendet.

Wie sieht es mit Haldoryns Moral und Gesetzestreue aus?
Beide sind sehr stark ausgeprägt. Als Ritter ist es seine Aufgabe, ein makelloses Beispiel an Moral und Ehrenhaftigkeit darzustellen – und das zu tun, hat er auch vor. Dennoch ist auch er nicht ohne Fehler. So glaubt er zum Beispiel, dass ihm in jedem Gasthaus stets der beste Tisch zur Verfügung steht (und solle ein Gemeiner seinen Platz besetzen, muss dieser halt vor die Tür gesetzt werden). Immer wieder versäumt er es, für Unterkunft oder Verpflegung zu bezahlen („Der Wirt kann froh sein, dass ich kein Gefolge mitgebracht habe – er kann mich ruhig umsonst versorgen, immerhin kämpfe ich auch für seine Sicherheit!“).

Ist Haldoryn Fremden gegenüber aufgeschlossen?
Im Allgemeinen ja (Andergaster natürlich ausgenommen). Auch gegenüber Thorwalern hat er üblicherweise Vorbehalte, die gehen jedoch nicht soweit, dass er ihnen gegenüber nicht höflich bleiben würde. Wie er aber solchen Fremden begegnet, die ihm bisher völlig fremd sind (Barbaren, Mohas, Zwerge, Elfen, etc.), steht in den Sternen.

Welchen Stellenwert hat Leben für Haldoryn?
Insgesamt einen durchaus hohen – immerhin ist es auch seine Pflicht, Leben zu schützen. Dennoch ist er auf dem Schlachtfeld groß geworden, hat Tote und Sterbende gesehen und auch einige selbst zu Boron geschickt. Einfache Soldaten (oder gar Söldner, die nur des Goldes wegen kämpfen) haben von ihm keine Gnade zu erwarten. Adlige Kontrahenten schont er zumeist – auch weil er natürlich eine erhebliche Lösegeldsumme erwarten darf. Straßenräuber und andere Verbrecher haben erst gar nichts besseres verdient, als den Tod. Leibeigene hat er als Wehrlose zwar zu schützen, doch sollten sie sich einmal gegen ihn wenden, wird er sie ohne mit der Wimper zu zucken, niederreiten (vielleicht würde er sie nicht gezielt zu töten versuchen, doch er würde sich auch nicht bewusst zurückhalten).

Wie steht Haldoryn zu Tieren?
Insbesondere Pferde schätzt er als Reit- und Arbeitstiere sehr und für ihn als Ritter ist ein ordentliches Streitross natürlich essentiell wie das Schwert. Anderen Tieren misst er keine sonderlich große Bedeutung zu. Entweder man kann sie essen, oder man muss dafür sorgen, dass sie ausgerottet werden, damit sie sich nicht an Viehherden vergreifen.

Hat Haldoryn einen Sinn für Schöhnheit?
Kunst ist etwas bewundernswertes, doch würde sich Haldoryn nicht viel Zeit dafür nehmen. Abends am Lagerfeuer mag eine erheiternde Melodie etwas angenehmes sein, ein kunstvoll gestickter Gobelin oder ein prachtvolles Gemälde werten ein Herrenhaus auf, doch für ihn als reisenden Ritter haben andere Dinge Vorrang.

Was ist und trinkt Haldoryn am liebsten?
Starkes Bier und reichhaltiges, bodenständiges Essen. Frisches Brot, würziger Käse und gut abgehangener Schinken. Dazu Wildbret (so er welches bekommen kann, doch Fleisch sollte es schon sein). Allerdings vermeidet er es, wann immer möglich, soweit herabzusinken, dass er bäuerliche Kost essen muss.

Wie sieht es mit der Liebe aus?
Ein Punkt an den Haldoryn noch nicht viele Gedanken verschwendet hat. Natürlich gab es schon die eine oder andere Romanze in seinem Leben – zumeist mit Mägden des Baronenhaushaltes, doch keine echte Liebe.

Gibt es ein dunkles Geheimnis aus Haldoryns Vergangenheit?
Nein.

Welche Charakterzüge bestimmen Haldoryn?
Arroganz und Ehrgeiz. Eitelkeit und Impulsivität. Mut und Übermut. Stolz und Ehrenhaftigkeit.