Phex Kinder

Seiten

Orelio von Mirham

Aussehen

Das schwarze Haar trägt Orelio kurz aber nicht geschoren. Er trägt stets einen Vollbart, den er je nach Gegebenheiten mal länger mal kürzer stehen lässt. Vom Körperbau ist er nicht sonderlich auffällig, weder besonders groß oder klein; eher schlank als massig. Seine grauen Augen stechen hervor und geben ihm einen eindringlichen Blick.

Hintergrund

1015 BF – In der Dunkle Halle der Geister zu Brabak
Er beobachtete die Spektabilität und die anderen acht Mitglieder des Magisterkollegiums im flackernden Schein des Fackellichtes. Auch in dieser Halle hing der prägende Schimmelgeruch in der Luft. Die Spektabilität Demelioë wirkte heute nicht sonderlich interessiert an den Kindern, die allesamt ängstlich in der Mitte des dunklen Raumes standen und von denen sieben als neue Scholaren aufgenommen werden würden. Die Angst der Kinder konnte er nur zu gut verstehen, während seine Augen über seine anderen „Collegae“ huschten. Pôlberras Anblick war wie stets eine Zumutung, dieser Galotta aus dem Norden kam ihm in Hässlichkeit aber sehr nahe. Pôlberra hatte einst fallengelassen, dass der verwendeten Scharlachkappenflüssigkeit weitere ätzende Ingredienzien beigemischt worden sein mussten. Anders war die Zeichnung von Galottas Schädel nicht zu erklären. Morchrabar, immerhin ein Abgänger der Mirham Akademie, war als offensichtlicher Asfaloth-Paktierer mit seinen grotesken körperlichen Mutationen selbst für die hiesige Akademie herausragend in seiner Perversion.

Das nächste Kind war nun mit der Probatio an der Reihe. Die Magier fingen an den schwarzhaarigen Jungen jeder auf seine Weise mit hellsichtiger Magie zu durchleuchten. Die ersten Reaktionen der Magier passten zu seiner eigenen Beobachtung: Der Junge hatte grundsätzlich Talent. Doch das Blatt wendete sich im weiteren Verlauf der Probatio. „Ein absolut ungeeigneter Proband“, war die erste ausgesprochene Äußerung. „Es fing vielversprechend an, aber dieser Junge wird nicht einmal bei bester Sternenkonstellation eine gefesselte Seele herbeirufen“. Der Collegae hatte recht mit dieser Äußerung, allerdings hatte sie allesamt etwas übersehen, dass den Jungen umso interessanter für ihn machte.
„Wie ist sein Name? Kommt er von irgendeiner wichtigen Familie?“, fragte Morchrabar. Es wurde in die Liste geschaut. „Kein Name verzeichnet, dieser Junge wurde uns von einem Dämon gebracht.“ Er bekam nun etwas Mitleid mit dem Jungen. Wenn er zu den von Dämonen entführten Probanden gehörte, hatte er in den letzten Tagen sicherlich allerlei Schrecken im Dunkeln erlebt.
„Verflucht, wer hat den denn beschwören, dass er uns so nutzlosen Abfall bringt?“, schnaubte Morchrabar.
„Seine arkanen Kräfte sind nicht zu übersehen, also lasst uns das beste draus machen. Einlagern und als Donarium oder Blutopfer aufbewahren“, war seine erste eigene Äußerung zu diesem Jungen. Pôlberras Blick lag einen Moment länger als gewöhnlich auf ihn und er befürchtete, dass er sich zu weit vorgewagt hatte. Nach einem Moment der Stille ging dann aber ein Nicken durch die Reihe der Magier. Der Beschluss wurde niedergeschrieben und man wandte sich dem nächsten Kind zu.

Später nach der letzten Probatio eilte er in seine Kammer. Er musste schnell Vorbereitungen treffen und den schwarzhaarigen Jungen ohne Namen schnell durch einen anderen aus der Brabaker Gosse auszutauschen. Spektabilität Savertin würde mit seinem Spion in Brabak zufrieden sein, wenn er einen Jungen mit solch einer Begabung für die Thaumaturgie abliefern würde.