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Dschelefs Turm

Dschelefs Turm
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Aus der Geschichte
Im Jahre 23 Hal ließ Alrich von Roterz in Menzheim den Turm für den Magier Dschelef ibn Jassafer von Jargold Winkelrath, Zunftbaumeister aus Baliho, errichten. Die harten weidener Winter verzögerten den Bau und so dauerte es seit dem Spatenstich am 26. Ingerimm fast eineindrittel Jahr bis zur Fertigstellung am 29. RONdra 25 Hal. Der Turm ist nicht unweit des Ritterguts bei Menzheim und der Stadt selbst auf der Basilius-Linie erbaut.

Räume und Kammern
Schon von außen gibt der Turm in seiner Verschmelzung aus weidener Wehrhaftigkeit und den exotischen Einflüssen des Hausherrn, wie die verspielten Erker mit ihren Kuppeln oder die kleinen turmartigen Rauchabzüge, ein gar sonderliches Bild ab. So überraschen den eintretenden Gast kaum mehr die fremden süßen Gerüche, die einem entgegenzuschlagen scheinen. In der Eingangshalle (1.) stehend geben einem die musivisch verzierten Wandvorhänge kaum einen Spalt Blick auf die grobe Mauer preis.
Eine schlichte Holztür führt zur Küche (2.) sowie zum emsig von Herdlind sortierten Vorratslager (3.). Lediglich die schmackhaften Gerüche, die einmal täglich zur Essenszeit aus Herdlinds Küche strömen, überlagern die süßen Gerüche und erinnern einen an herzhaften weidener Speisen. Eine weitere Tür lässt einen die Waschküche (4.) betreten, die großen wassergefüllten Kübel dienen gleichermaßen der Wäsche wie der Körperpflege des Gesindepaars.
Über die Wendeltreppe betritt man direkt den Speisesaal (5.) im ersten Stockwerk mit seiner langen Tafel und dem gemütlichen Kamin. Das rechte Zimmer ist ein kleiner Teesalon (7.), das andere ist Wohn- und Schlafzimmer der Bediensteten (6.).
Das zweite Stockwerk erreicht man über Dschelefs Wohnzimmer (8.), das über und über mit feinsten, tulamidischen Teppichen ausgelegt ist. Die Tür führt ab zu dem Schlafgemach des Hausherrn (10.) und dessen Badezimmer (9.).
Im dritten Obergeschoss befindet sich das Herzstück des Turms, Dschelefs Studierzimmer (11.). Auf den breiten Tischen stapeln sich neben der auf Kissen gebetteten Kristallkugel unzählige Bücher und Pergamente. Ein Chaos, in dem wohl nur noch Dschelef Überblick wahrt. Selbst neben dem Buchpult mitten im Raum liegen noch die aus den breiten Regalen entnommenen Bücher.
Über die schwere, feuerfeste Tür gelangt der neugierige Besucher in das Laboratorium (12.). Direkt beim Eintritt sticht das beträchtliche in den Boden eingelassene Hexagramm ins Auge, griffbereit ist nahe dem das verzierte Bannschwert an der Wand aufgehängt. Die vielen kleinteiligen alchimistischen Apparaturen nehmen fast den gesamten Arbeitstisch in Beschlag und lassen auf den ersten Blick die Schale der Alchimie zwischen den komplizierten Instrumenten untergehen. Hinter der verschlossenen Tür findet sich das Lager (13.) zu allerlei Reagenzien.
Die wahre Besonderheit ist jedoch das Mauerwerk samt Decke und Boden des Stockwerks: Kein einziger Riss, keine einzige Fuge bildet sich in dem absolut glatten Gestein ab, das Dschelef von einem der Elementaren Meister des Erzes zu einem gleichförmigen Gefüge formen ließ.
Folgt der Gast der Wendeltreppe weiter nach oben, gelangt er auf den idyllischen Dachgarten. Durch das vergoldete Teleskop bietet sich bei klarer Nacht wohl ein vortrefflicher Blick auf das Firmament. Die fast über ein Viertel des Dachs an dessen Rand angebrachten Zahnräder lassen den dortigen Lastenkran über verschiedenste Winde schwenken.

Bewohner und Gäste
Neben der ehemaligen Spektabilität der Pentagramm-Akademie zu Rashdul, Dschelef ibn Jassafer, wohnen in dem Gemäuer noch Olein und Herdlind Binsbach. Das junge Ehepaar hat bei dem gelegentlich so verstreut wirkenden Tulamiden ihre erste Anstellung gefunden. Trotz anfänglicher Skepsis ihrem fremdländischen Brotgeber gegenüber, noch dazu ein Magus inmitten des schönen Weidens, schlägt man nun Frohgemutes alle freundschaftlichen Beileidsbekundungen lachend in den Wind.