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Rondras Orkenhieb

Das Langschwert Rondras Orkenhieb fertigte der roterzer Schmied Brodric in tagelanger Schmiedearbeit entsprechend Gewicht, Länge, Balance und Haltung auf Alrich von Roterz zu, anlässlich seines Zuges in den Orkensturm. Vom Knauf bis zum Ort misst Rondras Orkenhieb etwa einen ganzen Meter und ist damit nur geringfügig länger als ein gemeines Langschwert.
Der Knauf, ein silbern glänzender Löwenkopf mit weit aufgerissenem Maul, entspringt aggressiv aus dem mit dunkelbraunen Lederbändern umflochtenen Heftholz. Auf die Lederbänder sind Symbole Rondras eingeprägt, sodass an den Überschneidungen der Verflechtungen ihr Zeichen zu erkennen ist. Die silberfarbene Parierstange trennt in gerader Linie Heft von Klinge und geht dabei wie aus einer metallenen Löwenmähne aus dem Heft hervor und ist selbst mit Blitzen und an den beiden Endpunkten der Seiten mit je einem Löwenkopf verziert.
Der Schmied faltete die Klinge aus mehrfach in einander geschmiedeten dünnen Lagen unterschiedlicher Stahlhärten, sodass die gesamte robuste Klinge ein feines Flammenmuster prägt. Wie kleine Flammen züngeln sich in wechselnden helleren und dunkleren Schattierungen die silberfarbenen Linien über den dreifach gefalteten Stahl.
In der Mitte der Klinge, die beiden Schwertseiten trennend, zieht sich die Hohlkehle zulaufend bis zur Klingenspitze, um dem Schwert an Gewicht zunehmen und es leichter aus Fleisch ziehen zu lassen. In dieser Blutrinne gravierte der Schmied die Worte Rondra, mein Leben und Schwert dir zu Füßen in das Metall.
Die dazugehörige Schwertscheide fertigte der Schmied aus hartem Holz, das er anschließend mit dunkelbraunem Leder umwickelte. Innen fütterte er es mit weichem Fell aus, um das Schwert passgenau in der Scheide zu fixieren und die Klinge durch den entstehenden Ölfilm zu schützen, der nach mehrmaliger Waffenpflege auf das Fell übergeht.
Das silberne Scheidenmundblech verzierte der Schmied mit von Blitzen durchzogenen Gewitterwolken. Am anderen Ende ist die Schwertscheide geschützt vom Ortband, das die Spitze der Scheide umschließt.
Ein eindrucksvolles Meisterstück koscher Schmiedekunst und zweifelsfrei der ganze Stolz seines Besitzers.

Hinterließ Alrich von Roterz seinem Erstgeborenen Erlan Ucurium Leomar in Menzheim (auf dem Weg zum Allaventurischen Konvent), damit er, wenn er alt genug ist, es stolzen Herzens und warmer Erinnerung an seinen Vater führen möge.