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Egardim Nastrawal

Name: Egardim consecratio incubi magica versa Pentagramma conderitum signum simulacrum arcanicum heres adamantini frontis Rohali sophis Nastrawal (ehemals: Galardan Seimwart)
Titel: Magister ordinarius h. c.  der linken Hand
Geschlecht: Männlich
Alter: 31 Götterläufe (Tsatag: 13 Hesinde); verstorben in der Nacht vom  23. auf den 24. Ingerimm 1021 BF
Größe: 176 Halbfinger
Haarfarbe: Schwarz
Augenfarbe: Braun
Familienstand: Ledig

Schriften

Das komplette Orum Arcanum (PDF-Dokument, 567 KB, 270 Seiten)

Die Orakelsprüche von Altair
Brief an Saldor Foslarin
Vortrag über die Arkanoglyphen auf dem allaventurischen Konvent 1020 BF
Der Pentagramma Höllenbann
Tagebuch – Bastrabuns Bann
Tagebuch – Schatten im Zwielicht
Tagebuch – Golden Blüten auf blauem Grund
Tagebuch – Die letzte Schlacht des Wolfes
Tagebuch – Rohals Versprechen
Tagebuch – Zwischenzeit
Tagebuch – Siebenstreich
Tagebuch – Graulgatschthor
Tagebuch – Der Rausch der Ewigkeit

Zwanzig Fragen an Galardan Seimwart – 01. Rahja 1018 BF

Wie seht ihr aus? Nun, eigentlich hast du Augen im Kopf, die in der Lage sein sollten, dir diese Frage zu beantworten, aber ich will nun einmal nicht so sein, Unwissender. Ich bin von durchschnittlichem Wuchs, mit kräftigen Schultern und einem muskulösen Rücken ausgestattet. Meine Haut ist sonnengebräunt, mein Gesicht von Wind und Wetter gezeichnet. Mein Haare sind schwarz, ordentlich zurechtgestutzt, ebenso wie mein Bart. Mein Gesicht ist kantig, wirkt leicht ausgemergelt und zeugt von vielen außergewöhnlichen Erlebnissen, sowie der Last des Alters. Gekleidet bin ich üblicherweise in die weiße Robe, wie sie mir als Adeptus Maior der rechten Hand zusteht und dazu einen großen, breiten ebenfalls weißen Spitzhut. Kappen und Hauben, wie sie immer mehr Verbreitung finden sind unpraktisch und mir zuwider. Darunter trage ich noch dünne Leinenkleider, sowie einen praktischen Gürtel. Meine Füße stecken meist in festen Lederstiefeln – manchmal bevorzuge ich jedoch einfache Sandalen.

Wie wirkt ihr auf Fremde? Hah! Unwissender, solltest du diese Frage nicht lieber ebenjenen Fremden stellen? Wie auch immer. Vermutlich wirke ich unnahbar, wenn nicht sogar abweisend oder gar abwesend. Weißt du, es bedeutet mir nicht sonderlich viel, was andere von mir denken – es ist unwichtig. Besonders auffällig wird vermutlich mein rechtes Bein sein. Du musst wissen, dass es steif ist, seit einige von diesen Infernalischen Bestien versuchten mich im Raschtulswall unter einer Lawine zu begraben – unfähiges Pack. Um auf deine Frage zurückzukommen: Vermutlich wollen die meisten Leute, die mich sehen und mich nicht kennen – obgleich das die wenigsten der wichtigen Leute sein sollten – nichts mit mir zu tun haben.

Wie seid ihr aufgewachsen? Verschwende meine Zeit nicht, Unwissender! Alles was du über meine Vergangenheit wissen musst, kannst du in meinem Orum Arcanum lesen.

Habt ihr eine enge Bindung zu Menschen aus eurer Jugend? Nein!

Warum seid ihr zum Abenteurer geworden? Jemand muss die Welt vor dem Chaos schützen. Ich beherrsche alles, was dazu vonnöten ist.

Hattet ihr vor eurer ersten Abenteuerreise jemals Gelegenheit, euren Geburtsort zu verlassen? Was soll diese Frage, Unwissender? Dies ist noch immer meine erste und einzige Reise. Zuvor lebte ich bei meinem Meister. Wäre ich vor dem Ende meiner Ausbildung ausgezogen, wäre ich heute nicht hier – wie so viele andere…

Seid ihr sehr götterfürchtig? Ich habe diese Frage erwartet, Unwissender. Nach deinem Verständnis dieses Begriffes bin ich es vermutlich nicht. Das die Götter existieren, steht außer Frage, ebenso wie die Tatsache, dass sie auf Dere wirken können. Was ich jedoch stark bezweifle ist, dass sie sich sonderlich darum kümmern, was hier in dieses Sphäre geschieht und was wir Menschen tun. Wer zu sehr auf die Götter vertraut wird früher oder später unweigerlich von ihnen enttäuscht werden, daher sollte ein starker Glaube etwas für die ungebildeten Bauern und Handwerker sein, nicht jedoch für jene, die wissen, Unwissender.

Wie steht ihr zur Zauberei? Mir scheint, Unwissender, du arbeitest lediglich einen einfachen standartisierten Fragenkatalog ab, anstelle wirklich darüber nachzudenken, dass ich dir einen gewaltigen Teil meines unerschöpflichen Wissens bereitstelle. Oder fragst du etwa auch, wie der Bauer zum Getreide und der Krieger zum Schwert steht? Fahr fort, bevor ich mich nicht mehr beherrschen kann,

Für wen oder was würdet ihr euer Leben riskieren? Ich habe nicht vor, mein Leben zu riskieren. Ich kann Dinge bewerkstelligen, ohne dieses Risiko einzugehen. Aber falls doch: nicht für irgendeine Person und bisher gab es in meiner Vergangenheit noch keine Sache, die mein Leben wert gewesen wäre. Dir, Unwissender, mag es vielleicht als heldenhaft und edel erscheinen, dein Leben zu riskieren, aber es ist nichts weiter als fahrlässige Verschwendung.

Was ist euer größter Wunsch? Mein größter Wunsch? Ein Pfeil des Lichtes zu werden, obgleich ich weiß, dass meine Einstellung (insbesondere die den Zwölfen gegenüber) soetwas nahezu unmöglich macht. Aber vielleicht meint es Phex gut mit mir und ich finde eine ähnliche Organisation die keine so engstirnigen Aufnahmebedingungen hat.

Was fürchtet ihr mehr als alles andere? ich möchte hier nicht leugnen, dass es soetwas geben mag, Unwissender, bei den Feinden, die ich jedoch habe, wäre es mehr als töricht, solcherlei Dinge laut auszusprechen, oder auch nur darüber nachzudneken.

Wie sieht es mit eurer Moral und eurer Gesetzestreue aus? Moral? Haha! Soetwas kann ich mir nicht leisten. Ich bekomme oft genug zu hören, dass es mir an Moral, Ehre und Prinzipien mangelt, aber solcherlei Dinge sind nichts weiter als lästige Einschränkungen und bergen darüberhinaus sogar eine eigene Gefahr, da sie schnell in Fanatismus und ins Gegenteil umschlagen können – und in dieser Art der Geistesmanipulation sind Dämonen Meister! Gesetze wiederum achte ich solange es irgend geht. Sollte ich sie überschreiten müssen, bleibt mir nun einmal kein anderes Mittel übrig. Der Zweck der Dämonenjagd erlaubt den Einsatz fast jedes Mittels.

Seid ihr Fremden gegenüber aufgeschlossen? Nein. Jeder sollte sowenig wissen, wie nur irgend möglich, denn Wissen birgt Gefahren. Unwissenheit ist ein Schutz, ein Segen, Unwissender. Ich bin nur jenen gegenüber offen, denen gegenüber ich es sein muss.

Welchen Stellenwert hat Leben für euch? Einen hohen! Ich bin – zwar auf eine außergewöhnliche Art und Weise, aber dennoch nicht weniger als andere – ein Beschützer des lebens, wie du es kennst, Unwissender. Das Leben ist etwas ganz besonderes, eine der Göttergaben. Das Leben ist die perfekte Kombination all der Dinge, für die die Zwölfe stehen, die allerbeste Barriere gegen das Dämonentum, das Chaos, das Namenlose. Genauso wie das Leben geschützt gehört, gehört es rein gehalten. Parodie und Hohn auf das Leben, so etwa das Unleben von Vampiren oder das Kunstleben von Chimären, gehören ausgerottet!

Wie steht ihr zu Tieren? Tiere sind keine Menschen und ich teile mit Sicherheit nicht die Anisicht von Elfen oder Druiden. Sie schmecken gut, abgerichtet verrichten sie gute Arbeit und sie gehören einfach zum Leben dazu. Ich verehre sie nicht gesondert, genauso wenig halte ich viel von sinnloser Jagd auf diese Geschöpfe.

Habt ihr einen Sinn für Schöhnheit? Schöne Dinge sind gewiss nicht gefährlich, aber sie verschwenden viel kostbare Zeit, die man besser für andere Dinge, wie die Dämonenjagd oder die Vorbereitung darauf nutzen könnte. Sollen die Unwissenden sich damit von ihrem tristen langweiligen Leben ablenken und von den großen überall sichtbaren Gefahren und Mysterien abglenkt werden. Für jemanden wie mich sind Müßiggang und Spass ein seltener Genuss und mehr sollte es auch nicht sein, Unwissender.

Was esst und trinkt ihr am liebsten? Solange ein gutes Stück Fleisch dabei ist, ist mir das essen egal, aber ein guter Wein sollte es schon sein, wobei ich vielleicht erwähnen sollte, dass auch ein starkes Bier müde Geister wecken kann.

Wie sieht es mit der Liebe aus? Ich habe sie nie erfahren und vielleicht fehlt mir dadurch etwas im Leben, aber solange Liebe auch Bindung bedeutet, ist sie meiner Mission hinderlich. Ich verweise hier auf mein Orum Arcanum.

Gibt es ein dunkles Geheimnis aus eurer Vergangenheit? Unwissender! Zu meiner Vergangenheit habe ich bereits etwas gesagt. Geheimnisse? Nun dunkle Geheimnisse gibt es dutzende, auch in kürzerer Vergangeheit, allerdings gehörst du, Unwissender, nicht zu jenen, die davon wissen sollten und dürfen. Ehrlichgesagt: wüsstest du, was ich weiß, würdest du dir wünschen, nicht zu wissen, was ich weiß.

Welche Charakterzüge bestimmen euch? Wie bitte? Ich soll mich selbst analysieren? Unwissender, verlangst du auch von der Sau, dass sie sich selbst schlachtet? Deine vorigen Fragen sollten dir eine Antwort auf diese hier geben, wenn du nicht in der lage bist, sie selbst herauszulesen, so ist das nicht mein Problem. Aber nun langweilen mich deine Fragen und zeugen nur mehr und mehr von deiner Minderbemitteltheit. Auf Nimmerwiedersehen!

Zwanzig Fragen an Egardim Nastrawal – 01. Ingerimm 1020 BF

Wie seht ihr aus? Sieh doch hin, Unwissender! Schwarze Robe, schwarzer Spitzhut, ungepflegtes Haupt- und Barthaar – schlohweiß. Inzwischen bin ich ein alter Mann; meine Haut wirft Falten, ich magere zusehends ab und meine Augäpfel sind vielmehr gelb als weiß und rotgeädert. Mein linkes Bein ziehe ich nach. Bemerkenswert jedoch ist mein Zauberstab, aus reinster Zyklopenzeder und mit einer eingefassten Kristallkugel in der Mitte.

Wie wirkt ihr auf Fremde? Inzwischen bin ich eine bekannte Gestalt und die meisten Magiekundigen achten mich als Koriphäe. Meine Erfolge im kampf gegen Chaos und Dämonenmeister stehen außer Zweifel. Auf viele wirke ich jedoch etwas verrückt, wenn nicht sogar wahnsinnig. Das einfache Volk meidet mich und das sollte es auch.

Wie seid ihr aufgewachsen? Mir scheint, du lernst aus unseren Gesprächen nicht, Unwissender. Fahre mit der nächsten Frage fort.

Habt ihr eine enge Bindung zu Menschen aus eurer Jugend? Nein.

Warum seid ihr zum Abenteurer geworden? Borbarad ist mein Schicksal. Wie einst Rohal, so bin diesmal ich seine Nemesis.

Hattet ihr vor eurer ersten Abenteuerreise jemals Gelegenheit, euren Geburtsort zu verlassen? . . .

Seid ihr sehr götterfürchtig? Nein, weder fürchte noch ehre ich die Götter. Dennoch gibt es nur noch wenig Zweifel daran, dass ich als Streiter der Götter auserwählt worden bin, um Borbarad und seine Schergen zu Fall zu bringen. Es scheint mir, die Zwölfe haben einen ausgesprochenen Sinn für Ironie.

Wie steht ihr zur Zauberei? Die Magie ist mein Schwert und mein Schild. Ich bin mächtig genug, sie meinem Willen zu unterwerfen. Das dies neuerdings nicht mehr auf alle Magier Aventuriens zutrifft, ist gleichsam offensichtlich und erschreckend.

Für wen oder was würdet ihr euer Leben riskieren? Es ist meine Pflicht, Borbarad zu stürzen. Und sollte mich dies denn das Leben kosten – und ich muss ehrlich zugeben, dass ich, ob meines Alters, bei jeder neuerlichen Begegnung mit seinen Dämonenscharen daran zweifle, mit dem Leben davonzukommen – so muss es wohl sein. Für etwas geringeres als die Sicherheit Deres werde ich ein so wertvolles Leben wie das meine nicht opfern.

Was ist euer größter Wunsch? Mein größter Wunsch ist es, eine Lebenszeit auf Dere zu verbringen, wie sie mir zustehen sollte und nicht durch dämonische Einflüsse früher dahinzusiechen. Ich wünsche mir ein bescheidenes Heim und einen Schüler, dem ich meine Pflichten auferlegen kann, wenn ich nicht mehr bin.

Was fürchtet ihr mehr als alles andere? Ich habe das pure Chaos, die Niederhölle selbst, erblickt. Ich fürchte nichts mehr.

Wie sieht es mit eurer Moral und eurer Gesetzestreue aus? Überzeugung ist ein Stein auf dem Weg zum Sieg. Moral und Gesetze sind Felsbrocken, die dich Zeit und oftmals das Leben kosten. Das kann ich mir nicht erlauben.

Seid ihr Fremden gegenüber aufgeschlossen? Nein, ich habe zuviel Verrat und Intrigen erlebt, um Fremden zu trauen. Der Feind scheint allgegenwärtig zu sein. Ich kann kein Riskio eingehen.

Welchen Stellenwert hat Leben für euch? Das Leben – die Existenz des Lebens – zu schützen ist meine heilige Pflicht.

Wie steht ihr zu Tieren? Kulturschaffende Rassen herrschen über Aventurien, nicht die Tiere. Sie haben mir zu Diensten zu sein.

Habt ihr einen Sinn für Schöhnheit? Ich weiß seit langem nicht mehr, was schön ist. Wenn du gesehen hast, wie ganze Landstriche entvölkert und Städte niedergebrannt worden sind, verlierst du den Blick für andere Dinge.

Was esst und trinkt ihr am liebsten? Es muss mich auf den Beinen und bei Kräften halten. Ich war zu lange in den tobrischen Krieg verwickelt, um mich über schlechtes Essen beschweren zu können.

Wie sieht es mit der Liebe aus? Dafür habe ich keine Zeit. Mein Schicksal erlaubt es nicht.

Gibt es ein dunkles Geheimnis aus eurer Vergangenheit? Dies werde ich dir mit Sicherheit nicht anvertrauen.

Welche Charakterzüge bestimmen euch? Weisheit und Wissen. Unerschütterlicher Mut und eine mentale, geistige Stärke, wie ich sie nie ein zweites Mal getroffen habe.

Egardim Nastrawal – Magister h. c. der linken Hand

Wer immer dies in ferner Zukunft lesen mag, lasse dir gesagt sein, dass alles, was ich hier herniedergeschrieben habe, der reinen Wahrheit entspricht – bei Herre Praios‘ Blendstrahl, jedes Wort ist wahr.

Zeit, Unwissender, ist etwas, wovon wir nie genug zu haben vermögen. Wir können nur entscheiden, was wir mit der Zeit anfangen, die uns gegeben ist. Das Chaos existiert außerhalb der Grenzen Satinav’s Griffes und das erst macht es so gefährlich. Doch bevor ich soweit ausholen werde, will ich ersteinmal von mir selbst erzählen, damit du weißt, wessen Weisheit du dich gerade anvertraust, Unwissender:

Es geschah im Jahre neunhundertzweiundneunzig nach Bosporans Fall, dass meine ehrwürdige Mutter mir das Leben schenkte. Viele Worte über mein Elternhaus möchte ich hier nicht verlieren, nur soviel: Soweit ich mich an die Zeit vor meiner Sensibilisierung erinnern kann, hatte ich eine geborgene Kindheit im Schatten meiner beiden älteren Geschwister.

Irgendwann beschlossen meine Eltern, dass es förderlich für das Familienansehen sei, einen Magus unter der Verwandten zu haben und sandten mich an jede erdenkliche Schule der Magie innerhalb der Grenzen des Kaiserreichs und darüberhinaus. Ohne die Gründe zu kennen: Ich wurde abgelehnt – überall. Erst in Gareth wies man uns einen selbstständigen Lehrmeister des Arkanen, der sich südöstlich der Hauptstadt an den Fuße des Raschulswalls zurückgezogen hatte und mich vielleicht unterrichten würde.

Nach einer eingehenden, mehrtägigen Prüfung nahm er mich tatsächlich unter seine Fittiche. Es war für die kommenden Götterläufe das letzte Mal, dass ich meine Eltern und meine Geschwister sah – dass ich überhaupt jemanden sah, außer meinem neuen Meister und seinen Dienern. Ich erblickte nicht einmal mehr, als die dunklen Kammers des Heims Sephirel Ratimons, staubige Bücher und den Schrecken des Chaos in seiner reinsten Form.

Und höre auf mich, Unwissender: Wenn du wirklich bei klarem Verstande bist: Diesen unbeschreiblichen Terror, diese Schmerzen und Qualen, das pure Chaos, höre auf mich: Lass ab von deinem Streben, es sei denn du fürchtest nicht Tod noch Wahnsinn – und das wirst du!

Nun, Unwissender, wie ich sehe, bin ich gescheitert, deine Seele vor dem Schrecken der siebenten Sphäre zu schützen, also will ich dir auch weiterhin über meine Vergangenheit berichten und meine Kenntnisse mit dir teilen:

Als der Meister mir endlich eröffnete, meine Sensibilisierung sei abgeschlossen und ich nun bereit, von ihm unterrichtet zu werden, folgten sechs lange Götterläufe, in denen Meister Ratimon seine unendliche Weisheit mit mir teilte. Abschließend brachte er mich nach Gareth zurück, wo ich offiziell in den Bund des weißen Pentagramms aufgenommen wurde – und zum erstenmal meine Familie wiedersah. Ich hatte sie während meiner Sensibilisierung vergessen.

Nun war es für mich an der Zeit, das Heim meines Meisters zu verlassen und mich selbst auf eine Reise ohne Ziel und Ende – von einer Wiederkehr ganz zu schweigen, denn wer sich mit den Niederhöllen einlässt, egal ob als Freund oder Feind, dessen Untergang ist nur eine Frage der Zeit, jenes Dinges, das uns ohnehin nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung steht – zu begeben.

In den folgenden Jahren habe ich viel gesehn, viel gelernt und viel gewirkt – oblgeich meine Anstrengungen nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind, der sich Chaos nennt. Jedes Ereignis meiner Fahrt hier festzuhalten würde meine verfügbare Zeit weit überschreiten, also werde ich mich im Folgenden auf die wirklich bedeutende Phase meiner Vergangenheit beschränken. Es begann alles am 13. EFFerd 1019 nach Bosporans Fall.