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Gerwulf Eichinger

Name: Gerwulf Eichinger
Titel: Adeptus Major
Geschlecht: Männlich
Alter: Am 1. Hesinde 991 geboren. Doch die Ereignisse in Dragenfeld haben ihre Spuren hinterlassen, er erscheint seinem Gegenüber Ende dreißig zu sein.
Größe: 1,85 Schritt
Haarfarbe: Blond
Augenfarbe: Blau
Familienstand: Seit 1020 BF verheiratet mit Adaque Turlesin
Kind: Kind das zwischen Ende 1020 BF und Anfang 1021 BF geboren wurde

Gerwulf Eichinger

Vademecum

Vortrag über die Kraftlinien auf dem allaventurischen Konvent 1020 BF
Diarium -”Der Verrat”
Diarium -”Von dem Auge”
Diarium -”Von den Träumen”
Vademecum von Gerwulf

Hintergrund

Gerwulf Eichinger ist der einzige Sohn von Waldmar Eichinger, einem einflussreichen Großhändler aus Andergast und Alwena Eichingerin, ehemals Prutzmayr gerufen, welche in der hauseigenen Nähstube nebenbei verdient. Er wurde, wie seine Eltern auch, in Andergast geboren und kam erst während seines Studiums dazu, die Stadt alleine zu verlassen. Davor hatte er als kleines Kind seinen Vater oftmals auf Handelsreisen begleitet, in der Hoffnung, dass der Sohn einmal in die Fußstapfen des Vaters treten und den Betrieb weiterführen würde. Ihr Haus, ein zweistöckiges Handwerkshaus mit Spitzdach und Keller liegt in der Nähe des Marktes und beinhaltet den Betrieb Waldemars im Erdgeschoss. Einige Gassen weiter liegt das Lagerhaus der Familie, in dem allerlei Waren liegen und Gerwulf als kleines Kind oftmals mit seinen Freunden gespielt hat.

Erzählung über den Magier

„Die folgende Geschichte, die ich euch nun vortragen werde, erzählt über einen sehr guten Freund von mir, Gerwulf Eichinger ist sein Name. Seine Vergangenheit, eine Reihe von Zufällen und Missgeschicken vermochte schon den ein oder anderen wieder ein Schmunzeln in sein Gesicht zu zaubern, also genießet die nächsten 10 Minuten, denn sie werden sicherlich amüsant.

Kennengelernt habe ich Gerwulf damals im Ingerimm, vor fast genau 12 Götterläufen. Ich war frisch nach Andergast gezogen, also neu in der Stadt. Auf einer meiner Erkundungsreisen, welche ich oftmals auch ohne meine Eltern vollbrachte, traf ich auf eine Gruppe spielender Kinder, die etwa meines Alters waren. Freundlich wurde ich in ihre Reihen aufgenommen und wir haben viel zusammen unternommen. Was mir allerdings komisch vorkam war, dass jedes mal, wenn es in den Steineichenwald zum Spielen gehen sollte, Gerwulf urplötzlich nach Hause musste. Diesem Mysterium versuchte ich natürlich auf den Grund zu gehen und so fragte ich eines Tages, ob ich nicht mit zu ihm nach Hause dürfte. Zögernd beantwortete er die Frage, bis ich mich bei gutbürgerlichem Essen an einem edlen Holztisch aus Steineiche in seinem Hause wiederfand. Die nächste Zeit war dies auch öfters der Fall, so dass Gerwulf und ich uns näher kennenlernten. Er schien zu dem Zeitpunkt ein kleiner, unselbstständiger Junge zu sein, dessen Mutter tagelang nichts Besseres zu tun hatte, als sich um ihn zu kümmern. Sie machte sich jedes Mal, wenn er draußen spielte oder von zu Hause fort war, übertrieben Sorgen, was natürlich über die Zeit hinweg auf den armen Burschen abfärbte. Trotz alldem gelang es mir ihn ein einziges Mal für die Versteckspiele im Wald für unsere Partie zu gewinnen und so zogen wir also los, um uns einen schönen Nachmittag zu bereiten. Im Wald selbst stellte sich Gerwulf noch komischer an als sonst. Vermutlich war er noch nie auf einen Baum geklettert, was man ihm auch an seinen Bewegungen ansah. Er stolperte an diesem Tag mindestens ein Dutzend mal über Äste und Gebüsch, zog sich Schürfwunden zu und hatte die Lust schon nach kurzer Zeit verloren; konnte aber nicht nach Hause, weil er den Weg nicht kannte. So spielten wir also weiter, bis es dunkelte und wir uns auf den Heimweg machen wollten. Gerwulf schien das Versteckspielen wohl etwas zu ernst genommen zu haben, schließlich konnten wir ihn nach über 20 Minuten immer noch nicht finden, bis wir beschlossen Hilfe zu holen. Zwei von uns blieben vor Ort und der Rest holte die Eltern aus der Stadt. Es war schon dunkel, bis ich wieder im Wald war und noch immer war keine Spur von ihm zu sehen. Wir riefen nach ihm, durchquerten den halben Wald, bis selbst unsere Eltern schon aufgeben und die Dorfbüttel alarmieren wollten. Da hörten wir plötzlich einen Schrei aus Richtung Norden, der sich ganz nach einem kleinen Jungen anhörte, also sprinteten wir los. Nach knapp 2 Minuten kamen wir an einer verlassenen Hütte an, aus welcher zu allen Löchern Licht hinaus schien. Mir war es ziemlich unheimlich, trotzdem näherten wir uns der Holzhütte und fanden Gerwulf inmitten des Raumes stehen, sein Blick knapp über seinen Kopf auf eine leuchtende Kugel gerichtet, von der keiner von uns wusste, was es ist. Vor ihm lag ein aufgeschlagenes Buch, welches er wohl gelesen hatte…

Am nächsten Tag klärte sich der Fall dann wie folgt: Gerwulf hatte sich beim Versteckspielen verlaufen und hatte nicht mehr zu uns zurückfinden können. Er irrte also eine ganze Weile durch den Wald, bis er die Hütte erreichte, in der wir ihn auch gefunden hatten. Es schien ein Magier dort bis vor kurzem gehaust zu haben, der sich den Studien über die Druiden gewidmet hatte und einige seiner Schriften dort liegen gelassen hatte. Neugierig wie Gerwulf also war, las er aus dem Buch und probierte gleich mal etwas daraus aus. Wohl mit Erfolg. Bei einem unserer Treffen berichtete er mir, es handelte sich dabei um einen Lichtzauber, genannt Flim Flam, welchen er auch gleich nochmal zu Hause ausprobiert hatte, um seinen Eltern vorzuführen, was er denn gelernt hatte. Als diese aus dem Staunen heraus waren und am nächsten Morgen die Geschehnisse des letzten Abends verdaut hatten, packten sie ihn am Arm und gingen auf direktem Wege in die Magierakademie Andergast, um ihn dort einzuschreiben.
Dann habe ich ihn für eine sehr lange Zeit nicht mehr gesehen. Es vergingen Jahre und wir beide wurden langsam aber sicher erwachsen. Anscheinend hatten die Magae viel mit ihm zu tun und wollten ihn nicht allzu oft zu seinen Eltern lassen. Aber er machte sich gut. Es gingen sogar schon Gerüchte über einen neuen Magier aus der Stadt herum, von dem die hohen Magister viel hielten. Ich arbeitete zu der Zeit bei meinem Vater im Schreinerbetrieb, am anderen Ende der Stadt, weshalb wir uns aus den Augen verloren.

Erst bei den Ritterfestspielen vor 3 Götterläufen trafen wir uns für längere Zeit wieder. Er war nun vollausgebildeter Adept und hatte sich überaus verändert. Aus dem kleinen, unselbstständigen und wohlversorgten Jungen war nun ein stattlicher Mann geworden, muskulös und wohl gebildet, selbstbewusst im Auftreten und sicher in seiner Erscheinung. Er war Abschlussbester seines Jahrgangs und hatte Lob und Auszeichnung von den Akademievorstehenden bekommen. Wie er mir berichtete hatte er sogar die Ehre, mit seiner Spektabilität Zornbold an einem Tisch zu speisen.
Nun denn, haltet die Augen offen, wenn ihr das nächste mal an der Akademie vorbeikommt, vielleicht habt ihr, so wie ich, die Ehre seine Bekanntschaft machen zu dürfen.“

Borkfried Straub, Zu einer kleinen Gruppe von Kindern an den Ritterfestspielen, 14 RONdra

Aussehen und Auftreten

Betrachtet man Gerwulf aus der Ferne, so erkennt man zunächst einen selbstbewussten und hochmütigen Mann, welcher sich sicher in seinem Auftreten gibt. Seine etwas längeren, dunkelbraunen Haare liegen gepflegt mit einem Ansatz eines Mittelscheitels nach hinten auf, wobei ihm einige Strähnen in sein Gesicht fallen. Ein Bart, welcher sich von den Koteletten über den Rand der Wangen nach vorne zieht und in einem geschnittenen Vollbart endet, ziert sein Gesicht und gibt ihm einen Ausdruck von einem älteren und gebildeten Herren. Bei einem genaueren Blick jedoch sieht man einen durchtrainierten Mann mittleren Alters mit markanten und harten Gesichtszügen. Er wirkt aus der Nähe deutlich jünger als aus der Ferne, was zweifellos an den Ereignissen in Dragenfeld liegt. Seine stahlblauen Augen und der kalte, durchdringende Blick fixieren sein Gegenüber meist so eindringlich, dass es nur schwer ist diesem standzuhalten. Zu Freunden oder Bekannten wirkt er jedoch aufgeschlossen, hilfreich und nett. Seine Stimme klingt leicht rau, jedoch ausdrücklich und kräftig.

Charakterzüge

Entgegen der meisten Andergaster ist Gerwulf ein sehr aufgeschlossener und interessierter Mensch, was wohl an den früheren Handelsreisen quer durch Dere mit seinem Vater liegt. Obwohl er als kleines Kind sehr umsorgt war und dadurch etwas hilflos und unselbstständig wirkte, begann er nach seinem Studium mit beiden Füßen im eigenen Leben zu stehen. Seine Neugierde und das Verlangen, sich immer mehr Wissen anzueignen, hat er niemand anderem zu verdanken, als den Vorbildern aus seiner Akademie.
Leider hatte das Studium auch gewisse Nachteile, so ist Gerwulf doch immer fixiert, die Kontrolle über gewisse Situationen (meist Gespräche oder Gefahrensituationen) behalten zu wollen. Dies hat ihn früher -nicht grade selten- Eitel aussehen lassen und auch des Öfteren zu einer Überschätzung seiner Selbst geführt, wenn es denn nicht sein großer Stolz war. Sollte man einmal mitbekommen, dass Gerwulf Selbstgespräche führt, so kann man mit neunzig prozentiger Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass er sich just in dem Moment konzentriert oder über etwas aufregt; eine Eigenschaft, welche er ebenfalls dem Studium zu verdanken hat.
Er schließt schnell neue Bekanntschaften und hält diese auch gern aufrecht, freut sich aber umso mehr, wenn es wenigstens ab und an zu einem gepflegten philosophischen oder magischen Disput kommt. Er scheut weder den Kontakt zu anderen Menschen, noch ist er in seinen Unterredungen zurückhaltend oder schüchtern, da er dies als nicht förderlich betrachtet. Sein Vater lehrte ihn schon früh Menschen eines höheren Standes dementsprechend zu begegnen und zu gewissen Autoritäten hinaufzusehen, in der Hoffnung, dass sein Sohn selbst einmal das Verlangen verspürt, in diesen Kreisen zu verkehren.