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Vademecum

Von Gerwulf Eichinger

Königlich Andergastsche Lehranstalt des Arkanen Kampfes zum Trutz wider Nostria

Hauszauber
Armatutz
Balsam Salabunde
Blitz dich find
Eisenrost und Patina
Fulminictus Donnerkeil
Ignifaxius Flammenstrahl
Plumbumbarum schwerer Arm

I° AM ANFANG stehe stets und immer die moralische Selbstprüfung des Zauberkundigen. Nur aus ihr folge der Entschluß, in das Walten der Welt magisch bewegend einzugreifen.

II° ALS NÄCHSTES besinne sich der Zauberkundige auf die magische Formel oder Handlung, in welch selbige die Zauberwirkung eingebunden ist.

III° HIERNACH SPRECHE der Zaubernde die Formel aus, ohne Scheu und so laut und vernehmlich, daß sie von jedermann zu verstehen sei.

IV° NUN WIRD der Zaubernde in sich verspüren, wie die magische Kraft seine Person erschüttert. Er erlebt eine Prüfung, die gewährleistet, daß nur der körperlich und geistig kraftvolle und gesunde Magier mit seinen Zauberkräften in die Geschikke der Welt einzugreifen vermag, sowie daß sich der Zaubernde mit den astralen Strömungen, die unsere Welt durchziehen, just in diesem Augenblick im Einklang befindet. Denn großes Unheil würde für den Zaubernden und seine Umgebung entstehen, wenn jedermann mit arkanen Kräften spielt, die er womöglich gar nicht zu zügeln weiß.

V° WENN DIE Prüfung vorüber ist, kann der Zauberkundige sich entweder an der Wirkung seiner Magie erfreuen oder aber er wird nur eine große Leere und den Verlust eines Teils seiner inneren Kraft verspüren.

Codex Argelionis
»Als Magier und Magierinnen im Sinne dieser Definition gelten all jene, welche die arkanen Kräfte an einem unter 2.4 genannten Institute geschult und geübt, gleichfalls unter Supervision demonstriert und somit ihre Kenntnis bewiesen haben. Zum Zeichen ihrer Rechte und Pflichten sollen sie die Siegel ihrer Akademie in ihrer Hand tragen und an ihrer Kleidung als von arkaner Profession kenntlich sein. An Hand und Hals, Leben, Leib, Freiheit und Besitz gerichtet werden sollen sie nicht nach des Greifen Recht und nicht nach der Fürsten Recht, sondern nach der Gilden Recht, wie allfolgend beschrieben…«

§ Unerlaubtes Gedankenlesen
Strafe: Disliberatio

§ Böswilliges Verwandeln einer rechtschaffenen Person in Tier, Pflanze oder Statue.
Strafe:: je nach Schaden, Buße und Disliberatio

§ Magische Stärkung seiner selbst oder Schwächung seiner Gegner bei ehrenhaften Turnieren.
Strafe: je nach Schaden, Buße und Disliberatio

§ Der Einsatz von Einfluss- und Beherrschungsmagie bei Audienzen, Geschäftsabschlüssen, Militärischen Besprechungen.
Strafe: je nach Schaden, in der Regel aber an der Höchstmarke

§ Das arkane Erzeugen von Ängsten und Alpträumen die nach mehr als drei Monaten noch das Ziel Heimsuchen.
Strafe: je nach Schaden, Schadenersatz an das Opfer oder Busse und Disliberatio

§ Das gebrauchen von Magische Raub an unfreiwilligen Zielen
Strafe: Eine Buße von nicht weniger als 1500 Dukaten und Verabreichung von Bannstaub

§ Abfangen und entschlüsseln von Cryptographo-Depeschen
Strafe: je nach Absender und Wichtigkeit der Depesche

§ Das Erschaffen von Artefakten mit verbotenen Sprüchen
Strafe: Disliberatio

§ Das Auslösen von Verbotenen Artefaktgebunden Sprüchen.
Strafe: Je nach Spruch und Schaden

§ Unnötige Zerstören von Gegenständen mittels Magie, insbesondere durch den
Desintegratus
Strafe: Je nach Schaden

§ Das Beschwören von Dämonen
Strafe: Bei bleibenden Schäden mittelbar oder unmittelbar, vorsätzlich oder nicht, an Intelligenten Wesen ist der Feuertod, ansonsten Expurgico

§ Die Lästerung an Boron mittels Totes Handle und Skelettarius
Strafe: Überstellung an die Boronskirche, welche meistens eine Todesstrafe ausspricht. (Verbrennen oder lebendiges Begraben)

§ Die Opferung von Fremdblut beseelter und intelligenter Wesen um Blutmagie zu praktizieren.
Strafe: Expurgico bei beseelten, Feuertod bei intelligenten Wesen

§ Besitz von borbaradianischem Schriftwerk
Strafe: Disvocatio

§ Sprechen von Zauber in der borbaradianischen Repräsentation
Strafe: Expurgico

§ Mitgliedschaft in Borbaradianische Zirkeln
Strafe: Feuertod

§ Lokale Beschränkungen. Das Garether Pamphlet erlaubt den Adligen lokale Gesetze zur Ausübung der Magie zu erlassen
Strafe: je nach Gesetz

§ Verbergen des Akademiesiegels insbesondere zu verbrecherischen oder subversiven Zwecke.
Strafe: Expurgico

§ Einsatz der satuarischen Controllaria GROSSE GIER.
Strafe: Je nach Schaden

§ Nicht angezeigte und überwachte Anwendung von Transmutare und Impersona, insbesondere in Verbindung mit kriminellen Machenschaften
Strafe: Je nach Fall von Disvocatio bis Expurgico

Codex Librorum
Folgende Bücher dürfen nur von erfahrenen und verdienten Magiern des Bundes UNTER AUFSICHT von Hesinde- oder Praiosgeweihten studiert werden.

Bücher des Namenlosen:
Die XIII Lobpreisungen des Namenlosen

Bücher der Heptasphären und Borbarads:
Das Arcanum
Borbarads Testament
Codex Daemonis
Codex Dimensionis
Ma’zakaroth Das Daimonicon
Metaspekulative Dämonologie
Porta Aitherica – Tore in den Äther

Häretische Bücher:
Chroniken von Illaris
Offenbarungen des Nayrakis
Philosophia Magica
Tractatus Septelementaricum

Frevlerische Bücher:
Angst – Betrachtungen über den menschlichen Geisteszustand bei extremen Angstbedingungen
Arachnoides Almagest
Buch der Leiber
Vom Leben in seinen Natürlichen und Ueber-Natürlichen Formen
Wege ohne Namen – Hexerei und Schwarzmagie

Codex conductio
I. Förderung der Forschung, Erkenntnis und Erleuchtung
II. Befolgung der Magischen Gesetze und der Gildenregularien
III. Achtung von Geweihten
IV. Achtung von höhergestellten Gildenmitglieder
V. Bezahlen des Gildenzehnts von 20 Dukaten alle zwei Jahre, ersatzweise zwei Monate unentgeltlicher Dienst an einer Akademie oder Orden der Gilde
VI. Führen eines Diariums
VII. Berichterstattung über die eigenen Taten und Forschungen bei der Akademie
VIII. Ein Mitglied ist stets auf die Repräsentation der Gilde in Wort, Schrift und Auftreten bedacht
IX. Menschen in unverschuldeter Not ist Hilfe zu leisten, Unrecht und Gesetzlosigkeit ist zu bekämpfen wo es angetroffen wird sofern die Umstände es erlauben

Codex Textilis
Folgende Grundsätze sind bei der Wahl der Kleidung keineswegs zu verletzen.
 Der Magier muss jederzeit eindeutig und von weitem an seiner Kleidung als Zauberwirker zu erkennen sein.
 Der Stoff sollte immer nur eine Farbe haben.
 Die Kleidungsstücke sollten nur aus einer reinen Stoffart bestehen.

Primo: Das Leichte Gewand
Das Leichte Gewand, welches er zu Manipulationen des Geistes anlegt, sei von reiner Farbe, blau rot oder grün, niemals jedoch gelb oder schwarz; eine Robe von Knöchellänge aus reinem Gewirk, niemals aus zweierlei Faden, welche mit den Symbolen des Geistes, der Verständigung und der Macht in Silber bestickt ist und von einem Gürtel gleicher Farbe zusammengehalten wird.

Dazu trage man einen spitzen Hut ohne Krempe oder aber eine Kappe welche den Hörnern des Widders nachgebildet ist.

Secundo: Das Grosse Gewand
Das Grosse Gewand – anzulegen bei allen Manipulationen belebter und unbelebter Materie – sei von ähnlicher Art: eine Robe in tiefem Blau, Grün oder Rot aus Seide, welche in Silber und Schwarz mit den Zeichen der Planteten, der Elemente und der Macht bestickt ist und von einem schwarzen Gürtel von zwei Fingern Breite gehalten wird.

Vermeide das Tragen von Handschuhen und verhülle das Haupthaar mit einer eng anliegenden Kappe oder Haube aus Seide, welche mit den Symbolen des Geistes bestickt ist.

Tertio: Das Beschwörungsgewand
Das Beschwörungsgewand sei eine einfache knielange Tunika von rein weißer, roter oder schwarzer Farbe, je nachdem ob man Elementare, Geister oder Daimonen zu rufen gedenkt. Sie soll weite Ärmel besitzen und die nötigen Bewegungen nicht hemmen. Der Gürtel hierzu (wird zweimal links herum um die Taille gewunden) sei aus Silberdurchwirktem Brokat oder von einfachem Hanf oder Lein.

Außer jenen Stücken ist weder Kopf- noch Fuß- noch Unterkleidung zu tragen.

Quarto: Das Konventionsgewand
Das Fest- und Konventionsgewand sei eine Robe aus tiefster blauer oder roter Seide, die mit den Symbolen der Macht und der Verständigung bestickt ist und über einer einfachen weißen Hose getragen wird.

An den Füssen sollen bis zum Knie geschnürte Sandalen aus dunklem Leder getragen werden. Der Gürtel sei aus schwarzem Ochsenleder. Ein Hut ist nicht erforderlich, kann jedoch getragen werden und sollte dann schwarz, weiß, blau oder rot, mit halbkugeligem Korpus und breitem Rande sein. Wahlweise sei auch ein Stirnband passender Farbe erlaubt.

Quinto: Das Reisegewand
Das Reisegewand schließlich sei einfach gehalten, eine Kutte von grauem oder weißem Leinen, welche von einer zwiefach verdrehten Kordel oder einem ledernen Gürtel gehalten wird. Dazu sind erlaubt ein Mantel aus Wolle, Leinen oder Bausch, welcher auch gefüttert sein kann (selbiges Futter kann jedoch mit den arkanen Symbolen der Bewegung, des Ursprungs, des Wegs und des Ziels bestickt)

Dazu trage der Magus ein spitzer Hut mit schmaler Krempe, sowie Stiefel, Schuhe oder auch Sandalen. Zur Winterszeit mag der Magus auch eine Hose einfacher Machart anlegen welche aus Lein oder Bausch sein muss.

Das Schuhwerk
Es sei dem Magus nach Wunsch und Willen freigestellt, welches Schuhwerk er für Reise, Studierstube und Zirkel anlegt, so es den Maßgaben zum Gewande nicht zuwiderläuft. Es soll jedoch nicht unerwähnt bleiben, daß für bestimmte Zwecke eine bestimmte Art der Fußbekleidung angemessener ist.
Zur Vollführung antimagischer und dämonologischer Formeln sei man am besten fest und ohne lederne Zwischenlage mit der Erde verbunden, bei der Bewegungsmagie haben sich Stiefel aus dem Leder von Ziegen (und auch von Robben, wie man von den Firnelfen zu erfahren weiß) als empfehlenswert erwiesen, während beim Kampfe Stiefel aus Stier- oder Iryanleder gute Dienste leisten. Zur Meditation entferne tunlichst alles Schuhwerk von deinen Füßen

Von Schmuck und Eisen
Dem Magus und der Maga geziemend ist die einfach Lebensart, sei es in der Stube oder auf der Reise. Es sei ihm und auch ihr daher ein Gräuel, sich mit Schmuck im Übermaße zu behängen.
Ein besonderer Gräuel seien dem Magus das Gold und das Eisen, ersteres, weil es als Känig der Metalle von eigener Kraft ist und sich vielmals in dem Einklang der Sphären nicht einfügen will, letzteres, weil es – wenn im Übermaß getragen – die arkane Kräfte hemmt. Jedoch muss man es nicht zu Wahn und Kult treiben, wie es die Sumudiener vorexerzieren, denen jegliches Eisen striktum verboten ist.
Eine Freude sind jedoch Silber und Mondsilber, denn ihre Kraft kommt aus den Sphären daselbst, und auch das Sternen- oder Meteorteisen, welches ein mächtiges Geschenk der Götter ist.
Mit edlen Steinen mag sich der Magier zieren, wie es ihm beliebt, es sei jedoch Vorsicht geboten, da die Gemmen höchst unterschiedliceh Affinitäten zu den Göttern, den Sphären und den sechs Elementen besitzen mögen. (hier sei auf den Codex Emeraldus des werten Meisters Alaar Zhavino verwiesen).

Die Rüstung
Untersagt sind Rüstungen aus Metall, gehärtetem Leder, Horn oder Holz, egal an welchem Körperteil getragen.

Die Waffen
Erlaubt sind den Adepten von gesetzestreuer Gesinnung nur Klingen am Halme und am Griffe welche höchstens bis zu drei Spann Gesamtlänge, beim Ehrendegen vier Spann messen.

Schusswaffen mit Ausnahme der Torsionswaffen von unter zwei und einem halben Spann Bogenlänge sind dem Adepten nicht erlaubt zu gebrauchen.

Gemäß Codex Albyricus

Privilegiae
Jedem Adeptus ist es erlaubt einen Magiernamen auszuwählen und bei Wunsch als Zusatz auch seinen Geburts- oder Ausbildungsort im Namen zu führen

Es ist jedem erfahrenen Magus erlaubt, ein weiteres Jahr des Studiums auf einer Akademie seiner Wahl – ausgenommen der Akademie seiner Lehrzeit – zu verbringen und sein Wissen in den dort gelehrten Formeln und Ritualen zu vertiefen.

Bei einem Gerichtsfall die über Bagatellvergehen hinausgehen, ist die Gilde verpflichtet den Angeklagten auszulösen und ihn vor das Gildengericht zu führen. Bei Fällen in denen eine Auslösung nicht möglich ist, ist die Gilde verpflichtet einen Verteidiger zu stellen.

Gehe hin in die Welt, um Wissen zu erlangen und Wissen zu mehren, die Kunst zu fördern und weise zu nutzen, wie es von alters her dein Recht und deine Pflicht ist Adeptus.

Asmodeus von Andergast