Phex Kinder

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Der Grünfink

Von Luthien am 14. Januar 2016

Wildermark

Baronie Zweimühlen, dort wo die Felder in Wälder übergehen, Tsa 1032 BF
Mit Leichtigkeit durchstieß die kantige Spitze seines steineren Dolches die vom Schnee der letzten Wochen aufgeweichte Grasnarbe und drang so tief in den Erdboden ein, bis nur noch das Heft der archaischen Waffe hervor ragte. Celtas setzte sich daneben auf den Boden, kreuzte die Beine übereinander, straffte den Rücken und schloss die Augen. Seine Linke wanderte zum Knauf des Dolches und umschloss ihn vorsichtig, sanft, beinahe zärtlich.

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Ein Handel

Von Luthien am 14. Januar 2016

Wildermark

Ein unbestellter Acker in Zweimühlen, am 12. Tsa 1032 BF
Mit einem dumpfen Knall landete Celtas im Dreck. Er hatte etwas zu schnell anzureiten versucht und war dabei mit seinem Fuß aus dem Steigbügel gerutscht. Ein paar Schritt weit hatte er sich noch festhalten können, dann war er wenig elegant aus dem Sattel gerutscht und vom Pferd gefallen.

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Blutend in den Trollzacken

Von Wulf am 14. Januar 2016

Garetien

Irgendwo in den Trollzacken, am 21. Hesinde 1032 BF
„Verfluchte Bastarde“, geiferte der Mann. Er strich sich über seine Wunde. Obwohl er die überquellende Lebenskraft, die er seinen Untergebenen geraubt hatte, immer noch in sich spürte, war er verletzt worden. Eigentlich war es nicht der Rede wert, aber einen Wundbrand konnte er sich jetzt nicht erlauben. Er konzentrierte seine Kraft und sprach die Formel, die ihn schon viele Male gerettet hatte: „Balsam Salabunde“. Dank seiner Hellsichtsmagie hatte er den kleinen Mistkerl noch gesehen, der sich hinter seiner Illusion verborgen hatte. Ein Beherrschungsmagier, der ihn gezwungen hatte seine Klinge gegen die eigenen Männer zu heben. Nicht, dass er damit prinzipiell ein Problem gehabt hätte. Wäre er darauf angewiesen gewesen, hätte er jeden einzelnen seiner Diener geopfert. Aber dies war nicht der Fall. Ohne den magischen Bann, hätte er die dreisten Angreifer alleine in die Niederhöllen katapultiert. Selbst mit seinen geschwächten Männern wäre es vorher ein unterhaltsames Gemetzel geworden. Seine Feinde hatten Glück gehabt. Er hoffte wenigstens, dass der Narr seinen Wunden erliegen würde, der tatsächlich seine Waffe direkt gegen ihn gerichtet hatte. Gegen seinen Willen zu überleben hatte die Beherrschung des kleinen Mistkerles nicht bestehen können.

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Den Bären schießen

Von Merdarion am 12. Januar 2016

Wildermark

Grafenschloss Zweimühlen in Adhemars Zimmer, am 05. Tsa 1032
Die Wut, welche Adhemar unten an der Tafel bei Durchforstung von Ilmariels Aufzeichnungen überkam und ihn dazu brachte danach schweigend mit einem Humpen Bier auf sein Zimmer zu gehen, war inzwischen gewichen und blanker Frust hatte seinen Platz eingenommen. Auch stand kein Mühlenbräu mehr vor ihm auf dem Tisch, sondern Brachfelder Bärenbiss, ein Weidener Rübenschnaps.
Wie konnte er sich nur dermaßen in einer Person geirrt haben? Was dieser kleine Halunke wohl noch hinter seinem- oder den Rücken der anderen getrieben hatte, fragte sich Adhemar und schenkte nach. In einem Schluck leerte er das kleine Tongefäß und atmete die Schärfe aus. Mittlerweile war mehr als die Hälfte aus dem Krug seinen Hals hinunter geflossen und ein warmes Kribbeln durchzog langsam seinen Körper.

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Zweimühlen trägt schwarz

Von Keldric am 09. Januar 2016

Wildermark

„Der große Held von Zweimühlen“

Zweimühlen, am Abend des 3. Tsa 1032 BF
„Ich hab‘ gehört, die Vier sind so ‘nem verfluchten Nekromanten hinter. Ein ganzes Untotenheer soll der aufgestellt haben, wollt‘ wohl den verdammten Nekrorius rächen.“ Sein Nebenmann nickte bekräftigend. „Den Zwölfen sei Dank, ham die den und seine Knöchernen zum Namenlosen gejagt, bevor die unser Zweimühlchen erreicht ham.“
Der junge Mann vom Nachbartisch zog seinen Hocker heran und setzt sich zu den beiden angetrunkenen Schmiedegesellen an den Tisch. „Schade um den Ilmariel, Boron hab ihn selig. Hätt‘ ich dem gar nicht zugetraut! Aber der alte Perin, mein Nachbar dem sein Bruder, der hat am Tor gehört, dass der dem Hexer wutentbrannt entgegen gestürmt ist, so als ob die Rondra selbst in den gefahr‘n wär. Und die andern alle ihm hinterher. Bis in die Niederhöllen ham die den gejagt, ich sach‘s dir. Und hätt‘ der Stadtmeister sich nicht geopfert, da hätt’n wir hier den nächsten Necrorius. Der hatte sich nämlich schon unser Zweimühlen ausgeguckt. Frag mal die Ganstreu!“
Der Mann haute mit der Faust auf den Tisch. „Noch einen letzten aufn Stadtmeister! Wenn der und die andern nicht gewesen wär’n ….“ „Aufn Stadtmeister!“ „Prost!“ Der junge Mann klopfte seinen Tischnachbarn zum Abschied kameradschaftlich auf die Schultern und torkelte aus der Schänke. Kaum drei Schritte aus der Taverne hinausgegangen, verfestigte sich der Schritt des Tobriers. Eiligen Schrittes verschwand er in den Gassen.

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Puppenspiele

Von Keldric am 30. Dezember 2015

Wildermark

Prolog

Im Praios 1032 BF
Lucardus lehnte sich faul gegen den Stamm des knorrigen Baums und sah Frankwart Ebersin und Kuno Perting beim Graben zu. Nach einer halben Stunde fleißigen Tuns, warfen seine beiden Landsmänner die Schaufeln beiseite. „Herr, ich glaub‘, wir ham da was.“ Lucardus sprang neugierig auf und eilte zu ihnen. Wie es Gilborns in Erinnerung hatte, war dort die Geldkassette vergraben. Hoffentlich war der Söldner sparsam gewesen. „Worauf wartet ihr? Brecht es auf!“
Einer zweiten Einladung bedurfte es nicht. Zwei kräftige Hiebe mit dem Spaten später, blickten die drei auf Gilborns Schatz. Grob überschlagen dürfte es ein paar Hundert Dukaten sein – enttäuschend. Lucardus hatte sich mehr erhofft. Er brauchte mehr.
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Grabrede für einen Geweihten

Von Luthien am 13. November 2015

Wildermark

Boronanger zu Zweimühlen, 29. Boron 1032 BF
Ilmariel trat schweren Schrittes vor die trauernde Menge und löste Mutter Gastreu ab. Er wandte sich den Wartenden zu und zögerte einen Moment, als wisse er nicht recht, wie er beginnen solle. Daher legte er seine Rechte auf den frischen Grabstein, um Mut zu fassen. Ihn zierten das Symbol Ingerimms, der Namenszug des Verblichenen und eine kurze Widmung. Am Fuße des Steines war die Erde aufgewühlt und bildete einen kleinen Hügel. Irgendwo darunter lagen die Gebeine des größten Schmiedes, den Zweimühlen je gesehen hatte. Tränen standen in seinen Augen, als Ilmariel endlich begann. Sie waren gestellt, doch die Trauer war echt.

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Brief an Raulbrin von Rallerspfort

Von Merdarion am 26. Oktober 2015

Wildermark

Euer Hochgeboren, mein getreuer Bruder,
Ich hoffe Ihr seid wohl auf und die alltäglichen Geschäfte verlangen Euch nicht all zu viel ab.
Zu gern würde ich Euch wieder einmal besuchen und die Mauern der Feste mit meinen eigenen Händen berühren, doch das Leben hier in der Wildermark bezieht meine Person mehr ein, als ich es anfangs vermutet hatte. Die Menschen in dieser Region benötigen eine starke Führhand und die jüngsten Erfolge zeigen, dass unser so genanntes „Quadrumvirat“ gute Arbeit in der Hinsicht leistet. Zweimühlen erstrahlt fast wieder wie zu seinen besten Zeiten, tagtäglich zieht es mehr Menschen in die Stadt. Mittlerweile haben sich 4 Geweihte verschiedener Götter hier niedergelassen, der Handel floriert und das Stadtbild wird von Tag zu Tag ansehnlicher, lediglich die Gefahren bleiben. Daher verwundert es Euch vermutlich auch nicht, dass Answin der Jüngere von Rabenmund, welcher sich selbst als Fürst von Darpatien bezeichnet, persönlich nach Zweimühlen reiste, um uns einen Vorschlag zu unterbreiten. Er möchte die Wildermark befrieden und sucht daher Verbündete, welche sich seiner Sache anschließen.

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Verrat

Von Luthien am 22. Oktober 2015

Wildermark

Grafenschloss zu Zweimühlen, Nacht auf den 18. Travia 1032 BF
Verrat! Verrat an der höchsten Herrin und ihrer kaiserlichen Majestät! Solch Verwerfliches erwägen und sich nicht vom nächsten Turme stürzen. Ilmariel bedenkt das Angebot des Fürsten von Darpatien. Und zu bedenken ist vieles. Er liegt auf seinem Bett, mit offenen Lidern. Die Augen zur Decke hin gerichtet und lässt sich umgarnen, von der Dunkelheit, von den Worten des Fürsten. Diese hallen nach in seinen Gedanken. Kein Schlaf stellt sich ein in dieser Nacht; zu geregt sein Denken, zu groß die Zweifel. Zu viel des Haderns.

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Brief an Aldoron von Wutzenwald

Von Luthien am 22. Oktober 2015

Wildermark

Euer Hochgeboren,
im Namen der Zwölfe entbiete ich Euch meinen Gruß. Euer Ruhm eilt Euch weit voraus. Wutzenwald kann sich glücklich schätzen, Euch seinen Herren nennen zu dürfen, denn nur selten findet sich in der Mark ein solch achtbarer und rechtschaffener Mann wie Ihr es seid. Inbrünstig bete ich dafür, dass andere eurem erhabenen Beispiel folgen.

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