Phex Kinder

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All jenes, was im Jahre 1031 nach Bosparans Fall geschehen ist.

Das Fest bei der Orkensauffe

Von Wulf am 02. August 2015

Wildermark

Bei der Orkensauffe, 13. Efferd 1031 BF
Die Froschbiestinger waren bei den Seerosen zusammengekommen, an denen sie das erste mal die Trockenhäuter getroffen hatten. Der Alte saß halb im Wasser und beobachtete seine Untertanen, wie sie die gefangenen Fische an Land zu einem Feuer – von ihnen selbst entfacht, was eine absolute Seltenheit war – brachten und sie dort rösteten. Ihre Gäste waren die Trockenhäuter, die Bezwinger des großen Schatten, an deren Seite sie gekämpft hatten.

Anders saß etwas abseits und starrte auf den See. Bisher gab es keinen Anlass, seine Entscheidung zu bereuen. Er hatte immer gewusst, dass er nicht wie seine Brüder und Schwester war. Was würde wohl auf ihn zukommen? Etwas neues, etwas, dass er hier nie erleben würde.

Das Fest begann kurz vor der Abenddämmerung. Der Sicherlchor stimmte einen Gesang an, manche führten schwammen tanzgleichen im See. Selbst Vȉoyella war in der Nähe im Wasser und beobachete ab und an das Treiben.

Brot und Spiele

Von Merdarion am 20. Mai 2015

Wildermark

Grafenburg zu Zweimühlen, 19. INGerimm 1031 BF
„Mein Herr, ich denke, dass wir die Idee, Aushänge in anderen Städten zu verteilen, aufgrund unserer jetzigen Unterkunftssituation vorerst verwerfen müssen. Unserer Stadt stehen durch die momentane Unterbringung der Totenfä…“, Zordan hielt einen Moment inne und korrigierte dann: “der … Fänger in den Gasthäusern keine Kapazitäten für Außenstehende zur Verfügung. Selbst Händler beklagen schon die enormen Schwierigkeiten bei der Auffindung eines Schlafplatzes in dieser Stadt. Ich möchte nicht drängen, aber hatte das Quadrumvirat in einer ihrer Tagungen bereits den Bau der Kaserne besprochen? Sollte es sich herumsprechen, dass Händler hier keine Unterkunft finden, werden sie beginnen die Stadt auf ihren Handelswegen zu meiden.“
Adhemar wühlte in seinen Erinnerungen und suchte nach einem Moment, in dem seine Freunde und er über den Bau der Kaserne diskutiert hatten. Zuviel wurde die letzten Wochen entschieden, besprochen, überlegt oder gar erst angeregt, als dass er eine detailierte Übersicht über alle Themen hätte.
„Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das Thema einst einmal aufgeriffen hatte, ja. Aber die Entscheidung, sowie der Zeitpunkt des Baus stehen wohl noch aus. Wäre es nicht einfacher ein weiteres Gasthaus zu errichten?“.

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Der Allaventurische Kurier

Von Keldric am 09. Mai 2015

Wildermark

Zweimühlen, 20. Ingerimm 1031 BF
Der Herold zog rufend durch die Zweimühler Straßen. „Hört her, hört her! Der Allaventurische Kurier bietet seine Dienste an. Sicherster Botendienst für jedermann, so schnell wie der Wind. Zuverlässige Zustellung an jeden Ort. Erschwinglicher als jeder Botenreiter. Gebt Briefe und Lieferung am Grafenschloss auf. Hört her…“

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Die Helden von Zweimühlen – Ein Schauspiel

Von Luthien am 06. Mai 2015

Wildermark

Grafenburg zu Zweimühlen, 30. Ingerimm 1031 BF
Tief gebeugt über einige Seiten Papier saß der Stadtmeister Zweimühlens an seinem Schreibtisch. Heller Sonnenschein flutete durch die hohen Fenster des kleinen Erkers herein und spendete ihm bereits seit einigen Stunden gutes Licht. Er war so in seine Notizen versunken, dass er ein Klopfen an der Tür überhört hätte. Abgesehen von den Geräuschen, die vom Sonnenplatz zu seinem Fenster heraufdrangen, waren nur sein leises Atmen und das energische Kratzen der Feder zu hören, unterbrochen allein von den Pausen, in denen er neue Tinte aufnehmen musste und die er nutzte, die nächsten Verse zu ersinnen. Auf dem neuesten Papier stand zu lesen:

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Ein Morgenspaziergang, oder: Dukaten!

Von Luthien am 02. Mai 2015

Wildermark

Gasthaus „Die Helden von Zweimühlen“, 25. Peraine 1031 BF
Die Praios-Scheibe war noch nicht am Firmament erschienen als Grimwald schweißnass auf seiner kargen Bettstadt erwachte. Das Gasthaus „Helden von Zweimühlen“ war nicht mit dem Komfort zu vergleichen, den er in Zwerch genießen durfte. Aber er hatte sich daran gewöhnt und der Wirt war sehr zuvorkommend, jedoch ein bisschen zu redselig für den Geschmack des Zwergs.

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Ein Hauch von Heimat

Von Keldric am 02. Mai 2015

Wildermark

Rahjas Schleier, Zweimühlen, 6. Ingerimm 1031 BF
Die lange Reise, die hinter den beiden Männern lag, stand ihnen ins Gesicht geschrieben. Sie sahen müde aus, ihre Kleidung war zerschlissen. Neugierig schauten sie zu Lucardus. „Dem Listigen zum Gruße, Landsmänner. Die Wildermark ist wahrlich ein raues Pflaster, umso erleichterter bin ich, dass Ihr unbeschadet euren weiten Weg aus Hartsteen überstanden habt. Ihr wisst, wer ich bin. Wie sind eure Namen?“
„Ich heiß‘ Frankwart Ebersin. „Kuno Perting.“
Er rief Einarm-Lara her und bestellte ihnen drein einen warme Mahlzeit und eine Runde Bier.

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Kampf wider den Arbeitstrott

Von Keldric am 25. April 2015

Wildermark

Rahjas Schleier, Zweimühlen, 19. Ingerimm 1031 BF
Lucardus saß gelangweilt an seinem Tisch. Der schlichte Tafelwein vor ihm reizte seinen Gaumen nicht, er hätte genauso gut Bier trinken können. Wäre er doch im Grafenschloss geblieben und hätte die Flasche Bosparanjer geköpft oder einen Gläschen Valposella gestürzt, anstatt in Rahjas Schleier zu gehen.

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Schreiben an Yolande in Gallys

Von Keldric am 23. April 2015

Wildermark

Verehrte Kollega,
ehrfürchtig wurden mir Berichte über Eure Meisterschaft der Magica Conjuratio angetragen, die mich haben aufhorchen lassen. Mir als Abgänger der altehrwürdigen Al-Achami-Akademie zu Fasar und Schüler Thomeg Atherion ist die Belebung von Golemen weitestgehend fremd. Meine Expertise ist die Magica Controllaria.
Einzig in den geheimen Laboratorium eines längst verstorbenen Golemisten, der vor Jahren im Umfeld der Stadt Appelhof wirkte, stand ich solchen erschaffenen Wesenheiten in Persona gegenüber. Euch als Meisterin dieses Faches sagt eventuell, wer dieser Kollega war. Die privaten Aufzeichnungen dieses längst vergangenen Meisters der Magica Conjuratio liegen mir im Original vor. Der Schwarzmagier im Dienste Balphemors von Punin, der Appelhof im letzten Jahre unter seine Kontrolle zwang, hat – vergebens – nach diesen Aufzeichnungen geforscht.
Nach eingehendem Studium seiner Manuskripte und Thesen, offenbart sich selbst mir als Novize der Magica Conjuratio ein Feld, das ein ungeheures Potenzial birgt. Als Meisterin, die ihr den Berichten zufolge zweifelsfrei seid, werdet ihr meinen Eifer verstehen und – so meine Hoffnung – gewillt sein, diesen Eifer zu befruchten.
In der Annahme, dass der Nuntiovolo eine kleine Übung ist, bitte ich um Nachricht ins Grafenschloss zu Zweimühlen, solltet Ihr einem Treffen nicht abgeneigt sein. Euer Schaden soll es nicht sein.

gezeichnet
Lucardus von Dunkelstein
Kriegsfürst über Zweimühlen

Lucardus hoffte mit dem Manuskripten des ihm unbekannten Golemisten einen Trumpf in der Hand zu halten, der die Neugier der Magierin wecken würde. Vielleicht war es genug, dass sie ihn nicht als unliebsame Konkurrenz abstempeln würde. Er hatte bislang nur an der Oberfläche gekratzt, trotzdem war das Potenzial, dass sich ihm hier bot, unübersehbar. Er übergab das Scheiben seinem dämonischen Boten und schickt ihm auf den Weg.

Ein Königreich für eine Gilde!

Von Luthien am 22. April 2015

Wildermark

Rittersaal der Grafenburg zu Zweimühlen, 25. Ingerimm 1031 BF
Bei einem Wein saß er mit dem kleinen Magier zusammen. Das Thema einer Tuchhändlergilde für Zweimühlen hatte Ilmariel bereits in großer Runde angesprochen, war aber auf nicht all zu viel Begeisterung gestoßen. Vielleicht war es klüger, nicht alle Beteiligten gleichzeitig überzeugen zu wollen.

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Triumphzug nach Kornmund

Von Keldric am 21. April 2015

Wildermark

Kurz vor Kornmund, 16. Ingerimm 1031 BF
Das beschauliche Dorf Kornmund lag in Sichtweite. Die Abendsonne stand tief und hüllte das Firmament in ein kräftiges Orange. Die vereinzelten Kornmunder, die auf den umliegenden Feldern arbeiteten, eilten zurück in ihr Dorf. Die Reitergruppe gab den aufgescheuchten Bauern einige Momente, sich allesamt zu versammeln, ehe sie in Kornmund einritten.

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