Phex Kinder

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Ein haariger Auftrag

Von Luthien am 01. März 2018

Traviamark

Ingerimm-Tempel von Zwerch, 25. Boron 1033 BF
„Mein Name ist Argwig von der Hude. Ich bin hier im Namen Tristams von Rabenmund. Ich muss den Hochgeweihten sprechen.“ Während seine Worte durch den langgezogenen, Tempelbau hallten und sich mit dem rhytmischen Schlägen des Schmiedehammers mischten, zog Argwig das Schreiben Tristams aus seinem Wams hervor und hielt es dem Akoluthen zur Begutachtung hin. Der junge Bursche, auf dessen Oberlippe sich gerade der erste Flaum entwickelte, warf einen langen, kritischen Blick auf das Siegel. Dann nickte er. „Ich werde seine Hochwürden unterrichten. Wenn ihr bitte einen Moment warten wollt.“ Damit wandte er sich ab und verließ die große Haupthalle durch eine Seitentür.

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Mondschatten

Von Luthien am 29. Dezember 2017

Wildermark

Eine Lichtung in einem Wald am Fuße der Trollzacken, Anfang des Jahres 1033 BF
Dunkelheit hatte sich über Aventurien gesenkt, die Praiosscheibe war hinter dem Horizont versunken. Voll stand das Madamal am Himmel und tauchte die ganze Welt in silbriges Licht. Die Sterne drückten sich dahinter in das endlose Schwarz des Firmaments, vollumfänglich überstrahlt vom Licht des Mondes. Die Luft war lau. Der Wind ging in einer leichten Brise und brachte die Blätter der Bäume, die Zweige der Sträucher und die Halme des Grases zum Rascheln. Grillen zirpten; hin und wieder tönte der Ruf einer Eule durch das Gehölz.

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Maus und Schlange

Von Luthien am 06. Februar 2017

Wildermark

Abseits der Reichsstraße I, In der Nacht vom 28. auf den 29. Rahja 1032 BF
Während sich seine Gefährten um das Lagerfeuer versammelt hatten und die Wachschichten für die Nacht besprachen, hatte sich Celtas ein paar Schritte weit abgesetzt, ihnen den Rücken zugewandt und sich ins Gras gekniet. Der sommerliche Abend war lau und die Tage waren lang, sodass es selbst zu forgeschrittener Stunde noch nicht dunkel war. Man hatte heute ein gutes Stück des Weges zum Mythraelsfeld hinter sich gebracht und abseits der Straße ein Rastlager aufgeschlagen. Die Pferde waren getränkt worden, die Recken waren gesättigt. Zelte und Schlafsäcke standen und lagen einladend für die Nacht bereit.

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Ein Handel

Von Luthien am 14. Januar 2016

Wildermark

Ein unbestellter Acker in Zweimühlen, am 12. Tsa 1032 BF
Mit einem dumpfen Knall landete Celtas im Dreck. Er hatte etwas zu schnell anzureiten versucht und war dabei mit seinem Fuß aus dem Steigbügel gerutscht. Ein paar Schritt weit hatte er sich noch festhalten können, dann war er wenig elegant aus dem Sattel gerutscht und vom Pferd gefallen.

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Verrat

Von Luthien am 22. Oktober 2015

Wildermark

Grafenschloss zu Zweimühlen, Nacht auf den 18. Travia 1032 BF
Verrat! Verrat an der höchsten Herrin und ihrer kaiserlichen Majestät! Solch Verwerfliches erwägen und sich nicht vom nächsten Turme stürzen. Ilmariel bedenkt das Angebot des Fürsten von Darpatien. Und zu bedenken ist vieles. Er liegt auf seinem Bett, mit offenen Lidern. Die Augen zur Decke hin gerichtet und lässt sich umgarnen, von der Dunkelheit, von den Worten des Fürsten. Diese hallen nach in seinen Gedanken. Kein Schlaf stellt sich ein in dieser Nacht; zu geregt sein Denken, zu groß die Zweifel. Zu viel des Haderns.

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Der Unterhändler

Von Wulf am 05. Oktober 2015

Wildermark

Wutzenwald, 07. Travia 1032 BF
Es regnete und die erste Winterkälte zog durch die Gänge und Kammern der Fluchtburg, als sich seine Hochgeboren Aldoron von Wutzenwald von seinem Platz in der großen Halle erhob und auf den Weg zu seinem Schlafgemach begab. Eldrid, die junge Magd, die herbeieilte, um den Tisch abzuräumen, wünschte ihm eine gesegnete Nachtruhe, ehe er aus der Tür hinaus war, den Gang entlang schritt und die Treppe in das Obergeschoss erklomm.

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Ein Morgenspaziergang, oder: Dukaten!

Von Luthien am 02. Mai 2015

Wildermark

Gasthaus „Die Helden von Zweimühlen“, 25. Peraine 1031 BF
Die Praios-Scheibe war noch nicht am Firmament erschienen als Grimwald schweißnass auf seiner kargen Bettstadt erwachte. Das Gasthaus „Helden von Zweimühlen“ war nicht mit dem Komfort zu vergleichen, den er in Zwerch genießen durfte. Aber er hatte sich daran gewöhnt und der Wirt war sehr zuvorkommend, jedoch ein bisschen zu redselig für den Geschmack des Zwergs.

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