Phex Kinder

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All jenes, was in der Grafschaft Hartsteen verortet ist.

Verwüstungen in der Grafschaft Hartsteen

Von Wulf am 16. Dezember 2014

Hartsteen

Grafschaft Hartsteen, Boron 1031 BF. Die Fehde geplagte Grafschaft wurde Opfer von erheblichen Verwüstungen, unbekannter Herkunft. Bei Burg Hutt bebte die Erde, manche Holzhütte nahe der Burg oder im Dorf Karras stürzte ein. Man vermutete ein Erdbeben, das nahe dem Wehrkloster der Travia hatte wohl nichts von den Beben mitbekommen. Am selben Tag kam es zu einem ähnlichen Vorfall bei der Festung Feidewald und erste Erkundungen lassen ebenfalls Verwüstungen, vor allem Waldschäden, zwischen den beiden Wehrbauten erkennen. Inzwischen will niemand mehr von einem Erdbeben sprechen, doch wollte sich weder Alrik von Hartsteen, Anselm oder Geismar II. von Quintian-Quandt weiter zu den Vorfällen äußern. Manch ein Bewohner der Stadt befürchtete gar einen Angriff der Schwarzen Landen und es wurden Gerüchte laut, dass der Schwarzmagier von Appelhof, der erst knapp vor einem Jahr bezwungen werden konnte dafür verantwortlich ist. Die Inquisition in Hartsteen und die Magierschaft aus Gareth will jede Gefahr ausschließen und die Ereignisse untersuchen. Die einhellige Meinung ist allerdings, dass es keinen Grund zur Panik gäbe.

Ein Schwälbchen kommt geflogen

Von Wulf am 12. Dezember 2014

Hartsteen

Hartsteen, Ende Boron 1031 BF
Das Mädchen war sich unsicher, ob sie richtig handelte. Bisher hatte sie nur versucht Informationen aufzuschnappen und sie ihrem Gönner zu überbringen. Doch dies war etwas Neues. Der Mann war nicht aus der Stadt, aber aus der Grafschaft. Sie hatten sich ein paar Mal getroffen und nachdem sie ihre Arbeit getan hatte, blieb er stets noch etwas bei ihr liegen. Andere hätten sich dies vielleicht auch bezahlen lassen, aber sie hatte gelernt, dass die Zunge der Männer nach dem Liebesspiel und mit etwas Wein wie von selbst gelöst war. Sie musste dann nur noch zuhören.

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Ein Messer im Dunkeln

Von Luthien am 03. Dezember 2014

Hartsteen

Nördlich von Ebershag, in der Nacht auf den 29. Travia 1031 BF
Einige Wolkenfetzen hingen vor dem im Kelch stehenden Madamal und so lagen die hügelige Ebene und das kleine Feldlager im Dunkeln – nur erhellt vom flackernden Schein des Lagerfeuers, das die Söldner am Abend zuvor entzündet hatten. Hin und wieder kam ein kühler, frischer Wind auf und erinnerte daran, dass der Sommer endgültig vergangen und der Winter auf dem Vormarsch war. Es war still. Nur das Knacken der Holzscheite und das gelegentliche Schnarchen aus einem der Zelte waren zu hören, während sich die beiden Nachtwachen die Beine in den Bauch standen.

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Der Preis des Sieges

Von Merdarion am 03. Dezember 2014

Hartsteen

Vor dem Dorf Ebershag, kurz nach der Schlacht, 29. Travia 1031 BF
Eine kräftige Brise zog über die Felder hinweg und den Reitern, welche grade die gefangenen Söldner in die Stadt führten, wurde plötzlich kalt. In der Ferne wogen sich die Bäume im Wind und verloren ihre Blätter, was so aussah, als würde es der Wald auf die umliegenden Felder schneien lassen.  Adhemar bemerkte, wie einer der Söldner nass und erschöpft zitterte, als ihm die Böe in sein Gesicht peitschte. Wahrlich kein erfreulicher Tag, für beide Seiten. Seine Gedanken galten den letzten Minuten, in denen er und seine Freunde sich wieder einmal in Unterzahl und gegen starke Feinde behaupten mussten. Es grenzte an ein Wunder, dass die Söldner noch in letzter Sekunde den Rückzug antraten und man ihnen hinterhersetzen konnte. Wären sie standhaft geblieben und hätten gekämpft, wäre es vermutlich um das Dorf, ihn und seine Freunde geschehen.

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Auf den Feldern der Ehre

Von Theradil am 01. Dezember 2014

Hartsteen

Im Dorf Ebershag, 29. Travia 1031 BF
Tristam lies sich kontrolliert aus dem Sattel gleiten. Sein Auge wanderte starr über den Dorfplatz. Er hatte diesen Ort der Schlacht nicht gewählt, er hatte ihn nicht gewollt und doch lagen nun inmitten des Dorfes die erschlagenen und verkrümmten Körper Ebershagener Milizionäre neben denen ihrer Widersacher. Viele Söhne, Töchter, Väter und Mütter des Dorfes würden an diesem Tag beweint werden. Mehr als die Hälfte seiner Truppen hatten an diesem blutigen Morgen Einzug in die Hallen Borons gefunden. Bis zum Schluss war sich Tristam nicht sicher, ob sie überhaupt den Sieg davon tragen würden, ob überhaupt einer seiner Gefährten den nächsten Tag erleben würde.

Doch es gelang, das Schlachtenglück wendete sich. Der Feind konnte bezwungen werden. War es nicht das was zählte? Zu gerne hätte Tristam den Gefallenen gesagt, dass ihr Opfer notwendig war. Ohne Opfer gibt es keinen Sieg. Indes wusste er, die Toten würden ihn nicht hören können und die Überlebenden ihn nicht hören wollen.

Schwermut legte sich auf das Gemüt des jungen Ritters. Ein Gefühl das ihn seit den Geschehnissen im Satten Pilger immer häufiger ergriff, seinen Verstand trübte und seine Glieder lähmte.

Die Last eines Druiden

Von Wulf am 01. Dezember 2014

Hartsteen

Nahe des Dorfes Ebershag, 29. Travia 1031 BF
Der Druide blickte auf das frühmorgendliche Dorf Ebershag. Der Ratschlag des Magiers wäre als fast freundlich anzusehen, wenn es nicht offensichtlich wäre, dass er aus völligem Eigennutz ausgesprochen war. Er wäre in jedem Falle aus dem Dorf verschwunden, so lange die Aufmerksamkeit bei den Toten und nicht ihm läge. Aber das Angebot des Magiers hatte tatsächlich sein Interesse geweckt. War es wirklich einige Geheimnisse der Druiden wert? Die Kunst von Sumus Dienern würde er auch mit seiner Hilfe nicht allzu schnell meistern. Und wenn er eines Tages zu viel wissen sollte, könnte er das Wissen auch wieder zurückholen. Er schaute auf die wenigen Haare in seiner Hand. Es wäre deutlich einfacher, wenn er mehr gefunden hätte; sie würden vermutlich nicht reichen. Möglicher Weise waren sie nicht einmal vom Magier, einer seiner Gefährten hatte auch dunkleres Haar. Er seufzte, es hätte einfacher sein können. Wären die Dinge ein wenig anders gelaufen, hätte er nacheinander bei allen die Erinnerung an ihn vernichten können. Einen nach dem anderen, aus sicherer Entfernung. Dieser Plan würde nicht aufgehen. Außerdem würde er auch dann nicht an das kommen, was ihn der Magier angeboten hatte.

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Gedanken schwärzester Nacht

Von Luthien am 12. November 2014

Hartsteen

Ein Zimmer in der Herberge von Ebershag, in der Nacht auf den 26. Travia 1031 BF
Ilmariel lag auf dem Bett, die Decke flüchtig über sich geworfen, um die herbstliche Nachtkälte abzuhalten, und starrte an die Zimmerdecke, die er in der Finsternis der schwärzesten Nacht jedoch nur erahnen konnte. Der äußeren Kühle konnte er sich erwehren, nicht jedoch des schleichenden Frostes in seinem Innern, des dunklen Schreckens, der ihm seit der Begegnung mit dem schwarzen Baum in den Knochen saß und sein Herz wie eine eisige Klaue fest im Griff hielt. Dass er draußen im Wald nicht sofort panisch schreiend davon gerannt war, als der monströse, finstere Baum sich selbst entwurzelt hatte und auf ihn und seine Gefährten zugestapft war, hatte er wohl nur seinen guten Nerven zu verdanken – und vermutlich dem Beistand seines Schutzgottes Phex. Womöglich auch Praios selbst, oder gleich alle Zwölfgötter zusammen. Obwohl Ilmariel zugeben musste, dass die undurchdringliche Dornenhecke in seinem Rücken wohl auch ihren Teil zu seiner Standhaftigkeit beigetragen hatte. Jetzt hingegen war er mit seinen Gedanken allein; kein Tristam, kein Adhemar, hinter deren Schilden er sich hätte verstecken können, kein Lucardus, auf dessen Fachkenntnisse und guten Ratschläge er hätte vertrauen können.

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Dämonische Verlockungen

Von Keldric am 02. November 2014

Hartsteen

Zeltlager der Inquisition nahe den Überresten des „Satten Pilgers“, 14. Travia 1031 BF
Lucardus wollte einfach nur noch schlafen. Doch hatte Bishdariel besseres zu tun, als ihn in den Schlaf zu wiegen, oder sein Herr Boron hatte versäumt dem Raben kundzutun, dass Lucardus wieder in dieser Welt weilte. Der Schwarzmagier drehte sich auf die andere Seite und ließ seinen müden Blick durch das Zelt wandern. An der Zeltplane zeichneten sich die Umrisse der beiden schwergerüsteten Bannstrahler ab, die Celesto Custodias zu ihrem Schutz abgestellt hatte, wie der Inquisitor es ihm und seinen Gefährten gegenüber betont hatte. Ob ihre Bewacher tatsächlich zu ihrem Schutz in der windigen Herbstnacht ausharrten oder um ein wachsames Auge auf sie zu werfen, war ihm gleich. Ihm war bewusst, dass letzteres den Ausschlag für die Bewachung gegeben hatte. Die nötige Vorsichtsmaßnahme kreidete er dem Inquisitor nicht an. Lucardus hätte an seiner statt nicht anders gehandelt, eher wäre er schärfer mit seinen Gefährten und ihm selbst ins Gericht gegangen. Custodias hatte ein außerordentliches Vertrauen in sie bewies, das ihn überraschte. Seinen Erstkontakt mit der Inquisition hatte er sich zu seiner Elevenzeit in Fasar gänzlich anders vorgestellt, meist hatten darin Fackeln eine tragende Rolle gespielt.

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Die Maske der Magierin

Von Keldric am 01. Oktober 2014

Hartsteen

Im Gasthof „Zum satten Pilger“ bei Hartsteen, 12. Travia 1031 BF
Draußen waren die dichten Nebelschwaden, die den Gasthof „Zum satten Pilger“ von der Außenwelt abschnitten, noch immer nicht verzogen. Völlig gleich in welche Richtung sie das Gasthaus verließen, auf wundersame Weise kehrten sie stets zur Herberge zurück. Eine unheimliche Macht hielt sie und die anderen Gäste an diesem Ort gefangen. Den heruntergekommen Magister aus Gareth hatte es gestrige Nacht erwischt, er war aus dem Fenster gesprungen oder gestoßen worden. Wer ihn ermordet hatte oder was ihn zu diese wahnwitzigen Tat getrieben hatte, darüber rätselte Lucardus und die anderen noch. Einen Zufall hielt Lucardus für ausgeschlossen, alles musste miteinander zusammenhängen, auch die Alpträume, die ihn und die anderen Gäste befielen.

Genau genommen war das alles Burians Schuld. Dieser hatte in seinem Brief an Tristam seinen alten Freunde und dessen „Gefolge“ nach Ebershag gebeten. Dort würden seltsame Dinge vorgehen und er bedürfe ihrer Hilfe, so hatte er geschrieben. Über die Unverschämtheit sondergleichen, ihn als Gefolgsmann zu bezeichnen, sah er spöttisch hinweg – als ob sich Tristam der Geizige seine Gefolgschaft leisten könnte.

Lucardus sorgte sich ernsthaft – auch wenn er diese Gefühlsregung niemals eingestehen würde –, andererseits entwickelte er mehr und mehr ein morbides Interesse an den angsteinflößenden Ereignissen. Im Moment galt sein Interesse jedoch der Adepta Larissa Horathia Carnada, die er im Gasthof kennengelernt hatte. Anfänglich hatte er sie als naives Dummchen abgestempelt, das von Grangor ausgezogen war, die weite Welt zu erkunden. Lucardus hatte sich täuschen lassen, diese Frau war mehr als sie vorgab zu sein. Diese Frau war sein Interesse wert. Wie wahrscheinlich war es schon, dass er sich zweimal irrte? Ausgeschlossen.

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Brief von Burian von Baerfold

Von Wulf am 20. September 2014

Hartsteen

Mein geschätzter Tristam von Rabenmund,
ich hoffe Rondra war seit unserer letzten Begegnung im Heerzug gegen den Schwarzmagier von Appelhof stets an eurer Seite und Ihr erfreut euch bester Gesundheit. Sicher habt Ihr von Tsas Wunder vor der Feste Feidewald gehört. Wenngleich ich keinen Kampf scheue, lebe ich wohl nur dank der Gnade der jungen Göttin. Ein Sturm auf den Sitz des falschen Grafens hätte mich leicht mein Leben gekostet. So konnte ich unbeschadet wieder nach Ebershag zurückkehren. Kann man es sich vorstellen? Fast ein Jahr ist vergangen, seit ich Dank Eurer Hilfe mein rechtmäßiges Erbe wieder zurückerlangen konnte!

Doch ich befürchte, ich muss Euch abermals um Hilfe bitten. Seltsame Dinge geschehen hier in letzter Zeit und trotz des Waffenstillstandes, der in Hartsteen ausgerufen wurde, wird die Situation immer kritischer. Ich befürchte das Dorf und seine Bewohner sind in Gefahr!
Euer Beistand und das Geschickt Eures Gefolges, so Ihr noch mit ihnen zusammenreißt, wären Balsam für meine Seele. Ich hoffe ihr könnt eurem Freund aus Knappenzeit noch einmal zur Hilfe kommen.

Mit verbundenem Gruß

Euer Waffenbruder

Burian Baerfold von Ebershag

17. Efferd 1031 BF

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