Phex Kinder

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All jenes, was in der Grafschaft Reichsforst verortet ist.

Dreister Diebstahl in Rallerspfort

Von Wulf am 23. Dezember 2014

Reichsforst

Stadt Rallerspfort, Firun 1031 BF. Welch‘ schändliche Tat gegen die Stadt wurde begannen! Ihr Zwölfen, hat die Stadt nicht schon genug gelitten? Einen Dieb gelang es in das höchst gesicherte Rathaus der Stadt einzudringen und eine große Menge Dukaten zu entwenden, der genaue Betrag kann erst nach eingehender Prüfung genannt werden. Dies stellt die erste Bewährungsprobe des neuen Bürgermeisters Grenarius Rupel dar, der nach den verwerflichen Taten des Rallerpforter Barons gegen die Stadt und die daraus entstehende Probleme bisher eine gute Führung zeigen konnte. So hatte er in eine seiner ersten Amtshandlung sich mutig gegen den gegenüber der Stadt hoch verschuldeten Baron gestellt und die Besetzung durch seine Männer beendet. „Die Rat prüft derzeit die Legalität des Vorgehens gegen die Stadt durch den Baron. Ohne Frage waren die Methoden zweifelhaft, sollte die Stadt sich gegen die Unterdrückung des Barons erwehren können, wird sie dies tun.“, heißt es aus Ratskreisen.

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Die Folgen eines Phexenstücks

Von Wulf am 23. Dezember 2014

Garetien

Irgendwo in Gareth, Ende Hesinde 1031 BF
Der Gildenrat saß mit ihrem Patriarchen zusammen. Einer stand und berichtete seit einiger Zeit, einen Haufen Blätter vor sich liegend: „… in Anbetracht all dieser Informationen müssen wir davon ausgehen, dass sich seit einiger Zeit ein begnadeter Fälscher in der Stadt befindet, der seine Fähigkeiten einzusetzen weiß. Zurzeit wildert er in unseren Gebieten, ich rege daher an ihn zum Beitritt in die Gilde aufzufordern. Ob der Fähigkeiten rate ich auch an nach einem Ablehnen einen zweiten Überzeugungsversuch zu starten. Im Zweifel sollten wir ihm allerdings seine Schreibhand nehmen und aus der Stadt jagen“. In den Reihen des Gildenrates sah man zustimmendes Nicken. Der Patriarch schaute nachdenklicher: „Über die Bestrafung wird der Rat gegebenenfalls noch einmal abstimmen. Ich hoffe Phex lässt diesen Mann einsichtig sein, dass es für ihn von Vorteil wäre unser Freund zu sein. Kommen wir zum nächsten Punkt“.

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Grundlagen der Stadtverwaltung

Von Merdarion am 11. November 2014

Reichsforst

In der Baronie Rallerspfort am 15. Praios 1031 BF
Eine Woche war bereits vergangen, seitdem Rallerspfort unter die Obhut von Raulbrin gefallen ist und Adhemar versank Hals über Kopf in Arbeit. Er hatte seinem Bruder Unterstützung für die Administration der Stadt zugesagt, da er und seine Freunde sich darauf geeinigt hatten, sich erst in ein paar Wochen in Gareth wiederzutreffen. Das kam Raulbrin gänzlich gelegen und er spannte Adhemar fest in die bevorstehenden Aufgaben und Planungen ein. Seit drei Tagen durchlief er das selbe Prozedere: Morgens stand das gemeinsame Frühstück mit seinem Bruder und den Beratern an, kurz vor dem Mittag musste er sich die Belange und Wünsche einiger Städter anhören und sie zu Mittagstisch seinem Bruder vortragen. Nach dem Mittag ritt er in die Stadt um vor Ort nach dem Rechten zu sehen, Anschläge zu verteilen oder weiterhin ein offenes Ohr für die Bürger zu haben, so dass er gegen Nachmittag bis zum Abendessen hin die Informationen in der Schreibstube seines Bruders zusammentragen, auswerten und Lösungsvorschläge erstellen konnte. Keine leichte Aufgabe, aber es sparte die hohen Kosten für einen Stadtverwalter vorerst ein und Raulbrin schien sich mit den nicht all zu professionellen Informationen seines Bruders zufrieden zu geben.

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Auf der Jagd

Von Luthien am 09. September 2014

Reichsforst

In der Baronie Rallerspfort am 16. Praios 1031 BF
Ilmariel hatte den Umhang eng um sich geschlungen, die Kapuze tief in sein Gesicht gezogen und hielt den Kopf gesenkt. Unablässig prasselte der Regen auf ihn nieder. Dicke Tropfen rannen seine Kapuze hinunter, sammelten sich am Saum und stürzten von dort auf den Widerrist seines treuen Pferdes. Selbst das Tier hielt den Kopf gesenkt, als könne es dadurch Efferds Unbill widerstehen, während es den menschenleeren Pfad entlang trabte. Kalt war es indes nicht: Der Sommer hatte seinen Zenit noch nicht erreicht, dennoch schwitzte Ilmariel unter seinem Wettermantel. Was verwunderlich war, denn durch seine Adern floss nur kaltes, schwarzes Eis. Wenn sonst auch tausend Gedanken gleichzeitig durch seinen Kopf schossen, war es jetzt doch nur ein einziger. Einer, der alle anderen verdrängte, aus seinem Geist verbannte und ihn zwang, sich nur auf das eine Ziel zu konzentrieren: Seine Jagd.

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Brief von Raulbrin von Rallerspfort

Von Wulf am 07. Juli 2014

Reichsforst

Bruder,
du hast mir oft versprochen, dass ich dich nur benachrichtigen muss, wenn ich deine Hilfe benötige. Firunshardt von Böckelburg hat mir von deiner Heldentat in Appelhof erzählt. Die Götter gehen teils erstaunliche Wege. Hättest du dich einfach auf dem Ross bewährt, hätte mich dies nicht überrascht. Aber dein Phexensstück tat es! Ich bin stolz auf dich. Und ich bitte dich, zu mir zu kommen, denn du würdest viele Vorzüge in meine baldigen Unternehmungen bringen. Deine rondragefälligen Fähigkeiten werden ebenso wie deine neuentdeckten phexgefälligen benötigt. Deinen Ruf können wir uns dabei genauso zu Nutze machen, wie dem Umstand, dass dein Gesicht in der Baronie nicht so bekannt ist, auch wenn uns die Götter ein ähnliches Gesicht gegeben haben. Aber da finden wir sicherlich geeignete Möglichkeiten.

Ich bitte dich, dass du mit verdecktem Schild und ohne viel Aufsehen Mitte Rahja zu Burg Pfortenstein kommst. Mehr kann ich dir in diesem Brief leider nicht mitteilen.

Dein Bruder

Raulbrin von Rallerspfort
Geschrieben am neunten Ingerimm 1030 nach Bosparans Fall

Die Gebrüder Rallerspfort

Von Merdarion am 22. April 2014

Reichsforst

In der Baronie Rallerspfort, 13. Firun 1030 BF
Adhemar hatte die Grenzen Pfortheims kaum verlassen, da taten sich am Horizont die gigantischen Mauern der Feste Rotkrähenborn auf. Knapp ein halber Götterlauf war vergangen, als der Brief von Gerwulf von Pallingen ihn nach Hartsteen entsendet hatte. Der kurzfristige Entschluss seinen Bruder zu besuchen, ließ Adhemar ausnahmsweise unangekündigt heimkehren. Hoffentlich ist er überhaupt anwesend, dachte er sich, aber die Massen an Arbeit, welche seinen Bruder nach der Heimkehr aus dem Krieg erwartet hatten, ließen ihn zuversichtlich werden. Er bog von der Straße ab und ritt auf einem Nebenweg mitten auf die Feste zu. Der Schnee machte seinem Pferd zu schaffen, das merkte er, aber das schlachterprobte Ross setzte willensstark einen Huf vor den Anderen. Als er das Burgtor erreichte, stand er vor verschlossener Tür. Kein Wunder, bei der Kälte hätte er als Wachposten auch die Tür verriegelt und in der Wachstube ausgeharrt -sofern man den Komfort hatte. Er stieg ab und klopfte mehrmals laut am Tor. Ein Spalt öffnete sich einige Augenblicke später und die Augen, die ihm entgegenblickten, drückten Überraschung und freudige Verwunderung zugleich aus. „Mein Herr, es freut mich Sie zu sehen. Verzeiht, hätten wir gewusst, dass ihr anreist, wäre das Tor für Euch natürlich geöffnet gewesen.“, drang die Stimme durch das Holz, während Adhemar noch zeitgleich hörte, wie der Riegel auf der anderen Seite hastig weggeschoben wurde. „Kein Grund sich zu entschuldigen, Wulfried, ich bin schlimmeres gewöhnt.“, entgegnete er ihm mit tiefer Stimme und versuchte ein starkes Vorbild abzugeben. „Ist der Burgherr zuweilen anwesend?“, fragte er die Wache, als er sein Pferd in den Innenhof führte. „Ja, mein Herr. Er befindet sich zurzeit in der Kernburg.“. Die Nachricht freute ihn, er war also nicht umsonst angereist. Er drückte Wulfried die Zügel seines Pferdes in die Hand: „Kümmert euch doch bitte um Graf Falber, während ich meinem Bruder einen Besuch abstatte.“

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