Phex Kinder

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Tagebucheinträge von Personen. Sie sind nicht zwangsläufig allen Personen zugänglich.

Tagebuch – Egardim [Der Rausch der Ewigkeit]

Von Luthien am 08. Oktober 2013

Was, Unwissender, sollte ein Mann tun, der das vermeintliche Ende seines Lebens vor Augen hat (dank der Vorhersage Dschelef ibn Jassafer gar datiert)? Ein normaler Mann würde wohl nach Hause rennen, seine Frau küssen, die Kinder umarmen und sich im Keller verstecken, in der Hoffnung, dass der Sturm einfach über ihn hinwegziehen und ihn verschonen würde; in der Hoffnung, sein bedeutungsloses Leben noch ein paar Jahre fortführen zu können. Doch dem eigenen Schicksal kann niemand entrinnen. Mein Schicksal war der Dämonenmeister. So wie ich es zu jener Zeit sah, war es mein Schicksal ihn zu bezwingen, seine dämonischen Legionen vom Antlitz Deres zu tilgen und dabei wahrscheinlich mein Leben zu lassen. Ein trauriger und deprimierender Gedanke, dem ich niemals gestatten durfte mein Handeln zu bestimmen.
Da mir jenseits meiner Gefährten nichts blieb, was einer Familie gleichkommen konnte – eine Tatsache, die viel mehr Vor- als Nachteil war – zog es mich zurüch nach Punin. Gerwulf wollte mich begleiten (immerhin wollte er sich dort von seiner Familie verabschieden), während Alrich – der nach den Verletzungen durch die Graume noch stärker entstellt war, als ohnehin schon – Shelia und Ingvar ihren Blick auf Menzheim richteten.
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Tagebuch – Egardim [Graulgatschthor]

Von Luthien am 20. April 2013

Unser Weg führte uns nun vorerst zurück nach Menzheim, um von dort aus unser weiteres Vorgehen zu planen. Allerdings trennten wir uns zunächst, um unsere jeweiligen Vorbereitungen auf die große, herannahende Entscheidungsschlacht zu treffen. Während Alrich und Ingvar auf direktem Wege in die Baronie zogen, begaben Shelia, Gerwulf und ich uns über Gareth nach Punin. Gerwulf begab sich von dort aus nach Khunchom (ihm wurde es gestattet, hierzu die dunkle Pforte zu nutzen), Shelia deckte sich vor Ort mir allen nötigen Alchemika ein und ich nutzte die umfangreiche Bibliothek für meine magischen Studien.

Shelia und ich begaben uns anschließend gemeinsam auf den Weg nach Menzheim – Gerwulf stieß erst vor Ort wieder zu uns. Unterwegs kamen uns immer mehr Gerüchte von Hochstaplern zu Ohren, die sich als einer der Gezeichneten ausgaben, um von unserem Ruf zu profitieren. Eine Sache, die zwar unserem guten Namen schaden konnte, allerdings hatten wir bedeutsamere Pflichten, als uns mit Betrügern abzugeben, daher ließen wir diese Gerüchte links liegen.
In Menzheim angekommen, suchten einige von uns etwas Erholung nach unseren letzten Strapazen, ich für meinen Teil gab mich jedoch der praktischen Erforschung des geheimnisvollen Arkanils hin. Und auch wenn ich mich aus Sicherheitsgründen in den weit abgelegenen Magierturm (den auch Dschelef ibn Jassafer bereits für seine Untersuchungen nutzte) zurückzog, waren meiner Versuche sehr fruchtbar und gelangen vollends. Zudem gelang es mir, mehrere Dschinne zu beschwören und an mich zu binden, um später in heiklen Situationen auf ihre Dienste zurückgreifen zu können.
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Tagebuch – Egardim [Siebenstreich]

Von Luthien am 14. Oktober 2012

Gemeinsam mit Alya von Schattengrund und den Dragenpforter Schützen – den Plänklern, die uns bereits auf dem Schlachtfeld gedient hatten – begaben wir uns einige Tage später nach Vallusa und bestiegen dort die wartende Seeadler von Beilunk, die uns an der tobrischen Küste entlang über Beilunk nach Perricum bringen sollte. Von dort wollten wir dann gemeinsam zum Schlund reisen.

Unterwegs mussten wir einen Zwischenhalt in Ilsur machen, um auf Befehl des Schwertes der Schwerter (auch, wenn ich mir von ihr nicht befehlen ließ, konnte ich doch meine Gefährten und besonders den immer noch stark geschwächten Alrich alleine ziehen lassen) den Geweihten Rondrasil Löwenbrand aus der belagerten Stadt herauszuholen. Zwar hatten wir erst kurz zuvor eine gewaltige Schlacht geschlagen, doch erneut mussten wir uns auf die Reihen der Feinde werfen. Ilsur war ein einziges Trümmerfeld und abgesehen von der starken Festung, war die ganze Stadt von borbaradianischen Truppen erobert worden. Wir mussten uns also durch zerstörte Häuserschluchten und mehrere feindliche Wachposten und Patroullien kämpfen, bevor wir Löwenbrand in der Festung erreichen und ihn zum Mitkommen bewegen konnten. Den letzten tapferen Verteidigern einen solchen Kämpfer zu nehmen, war eine völlig falsche Tat, doch blieb es hier nicht an mir, über den Einsatz des Geweihten zu entscheiden. Zurück auf dem Schiff kehrten wir der umkämpften Stadt entgültig den Rücken, ohne den kaiserlichen Soldaten irgendeine Form der Unterstützung angedeihen lassen zu können.
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Tagebuch – Angromosch [21. Phex bis 27. Peraine 1030 BF]

Von Wulf am 19. August 2011

21. Phex 1030 BF
Endlich bin ich in Brabak angekommen. Mein Auftrag war schnell erledigt und dank Fekol konnte ich sogar die Langen aus dem Horasreich wieder treffen, die vor einigen Monden in diese Sumpfstadt gereist waren. Sie haben mir einen Tropfen angeboten und sie berichteten mir von ihren gefährlichen Erlebnissen in Stadt und Dschungel. Wahrlich, diese Langen können abenteuerliches berichten. Meine Rückreise kann warten, ich werde noch etwas Zeit mit diesen langen verbringen.

25. Phex 1030 BF
Heute Morgen wurden wir früh geweckt, als ein Bekannter der Langen eine Aufgabe hatte, die für sie bestimmt zu sein scheint: Eine weitere Expedition. Mit einem gewissen Alonzo Barakelli soll es in den Dschungel gehen und ich werde sie begleiten. Es verspricht spannend zu werden! Ich schreibe in Eile diese Zeilen, denn wir sind bereits in den Vorbereitungen und wollen heute noch aufbrechen. Im Dschungel werde ich wohl nicht viel zum Schreiben kommen. Die Langen erzählten bereits, wie nass es im Dschungel ist und ich will meine Schriften nicht gefährden.
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Tagebuch – Angromosch [13. bis 15. Rondra 1030 BF]

Von Wulf am 15. Mai 2011

13. Rondra 1030 BF
Mein Meister Eroscham hat mich die Grundlage gelehrt. Jetzt beherrsche ich das Schild. Eine unbezahlbare Ergänzung zum Schwert. Ich muss nun nach Sewamund einige Geschäfte für die Sippe erledigen.

15. Rondra 1030 BF
Ich habe heute die Stadt erreicht. Fekol! Welch ein Zufall, dass ich die Langen von vor einer Woche in einer Gaststube getroffen habe, als ich mir ein kühles Bier genehmigt habe. Sie haben sich anscheinend einem Spitzohr angenommen. Wir sind zusammen nach dem Bier durch die Stadt gezogen, in der die Feierlichkeiten des Schwerfestes stattfanden.
Mir gelang es meine Kunst mit dem Schwert bei einem Wettkampf zu demonstrieren und dabei ein paar Heller zu verdienen. Im Nachhinein hätte ich danach nicht gegen den großen Langen im waffenlosen Kampf antreten sollen. Es war ein harter Kampf, der mir einige blaue Flecken einbrachte. Aber auch ein Bier, trotz der Niederlage!
Hätte ich gewusst, dass wir den Elfen aus den Fängen von verdammten Entführern und Sklavenhändlern befreien müssen, hätte ich mich etwas mehr geschont. Wir mussten die Spur des Elfen auf ein Schiff in einer Bucht verfolgen! Angrosch war mit mir, ich kam nicht mit dem kalten Nass in Berührung. Doch ich war zu geschwächt, um im Kampf gegen die vielen Gegner zu bestehen. Nur mit einem mutigen Spiel im Zweifel das Schiff der Entführer mit uns zusammen in Flammen aufgehen zu lassen, ermöglichte uns mit dem Elfen davon zu kommen.
Ich hoffe, die Horasier fangen diese Elenden, die wir ziehen lassen mussten!

Die Erzählung des Talandriel

Von Luthien am 29. April 2011

Talandriel war, so sagt man sich,

Mit einer Höhe von zwei Schritt,

mit Haaren wie aus Gold und Licht,

mit glänzend Blick, hart wie Granit,

im makellosen Angesicht,

wie jeder Elf, doch stimmt dies nicht;

in kurzer Zeit schon wird man sehen,

er musste – fern von Traum und Wald – tief in die Fremde gehen.

—–
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Tagebuch – Angromosch [20. Praios bis 8. Rondra 1030 BF]

Von Wulf am 07. April 2011

20. Praios 1030 BF
Heute erreichte ich endlich Bomed. Diese Stadt hat schon bessere Tage gesehen. So viele leere Gebäuderuinen sieht man im lieblichen Feld selten. Es erwies sich schwieriger als Gedacht eine Unterkunft für die Nacht zu finden, obwohl ich Komplikationen erwartet hatte.
Nicht ohne Grund hatte ich einen edel gekleideten Mann nach einer Unterkunft gefragt, doch empfahl er mir eine heruntergekommene Herberge, die ich nicht betreten würde, wenn das Zimmer umsonst wäre. Die Zweite habe ich auf eigener Faust gefunden und bot von außen ein gutes Bild. Am Eingang wurde ich sogleich empfangen, doch es war schnell klar, dass man mich nicht dahaben wollte. Fekol! Ein solch schlechter Geschäftsinn, wie man ihn unter Brillantzwergen niemals finden würde. Es wundert mich nicht, dass die Edlen ihre Villen verlassen haben. Dieser Lange wird mein Silber nicht zu sehen bekommen.
Die dritte Herberge ist es erst geworden. Das Bier ist hier zwar schlecht, aber den Wein kann man trinken. Habe den Abend noch mit einem gewissen Horathio verbracht. Ein gebildeter Langer, der anscheinend viele Interessen hat.
Morgen sind die Festlichkeiten, ich bin gespannt was mich dort erwartet.
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Tagebuch – Egardim [Zwischenzeit 1. RAH 1020 BF bis 30. PRA 1021 BF]

Von Luthien am 03. April 2011

Zurück in Punin genossen wir noch einige Tage der Ruhe, bis auch Alrich und Arrulskhan – der sich nun wieder Ingvar nennen ließ – wieder zu uns stießen. Gemeinsam befolgten wir Rohals Rat und machten uns auf die Suche nach Borbarads Zeit. Beginnen wollten wir in Grangor, denn dort hatte Satinav das letzte Mal in die Geschicke Deres eingegriffen. Von Punin reisten wir nach Kuslik und bestiegen dort ein Schiff, das uns in die Kanalstadt bringen sollte. Die Untersuchungen in Grangor führten uns zur örtlichen Magierakademie und zu den verschiedenen Tempeln der Stadt.

Im Rahjatempel wurden wir endlich fündig. Die dortigen Chroniken berichteten von einem schrecklichen Geschehnis in der Stadt in das die Vorsteherin des Tempels und auch ihre Stellvertreterin involviert waren. Wie wir später herausfanden, als wir der damaligen stellvertretenden Vorsteherin des Tempels nach Belhanka nachreisen und mit ihr sprachen, hatte erstere sich selbst dem dreizehnten Gott verschrieben und einen eigenen Namenlosen-Kult in der Stadt gegründet, woraufhin die Zwölfgötter entschieden, die Stadt in einer gewaltigen Flutwelle zu zerstören. Dies deckte sich mit Zeugenaussagen, die von Träumen sprachen, in denen die Stadt von einer großen Flut vernichtet wurde und alle Einwohner zu Tode kamen. Doch Rahja hatte Mitleid mit den Unschuldigen und beschwor Satinav, die Zerstörung der Stadt ungeschehen zu machen, damit ihre Diener den Kult zerschlagen konnten, ohne das ganz Grangor dem Untergang geweiht war. Satinav willigte ein, verlangte aber, dass Rahja eine ihrer Geweihten benenne, damit diese Satinavs Kind austrage. Für uns war es sofort offensichtlich, dass dieses Kind (welches der Erzählung zufolge im Konzil der elementaren Gewalten in Sicherheit gebracht wurde, um es Borbarads Griff zu entziehen), genau die Zeit Borbarads war, die wir suchen und beschützen sollten.
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Tagebuch – Egardim [Rohals Versprechen]

Von Luthien am 02. Februar 2011

Wir erreichten Punin nach einer etwa einen Mond währenden Reise (die nur eine prägende Erinnerung hinterließ: Ein kleiner Erzdschinn überbrachte mir eine persönliche Einladung in die Hallen des Konzils der Elemente.) Sofort bezogen wir in unserer Villa Quartier und lösten die inzwischen maßgefertigte Kutsche aus, die ich mehr als ein halbes Jahr zuvor in Auftrag gegeben hatte. Neben einigen unbedeutenden Vorbereitungen gab ich außerdem eine erste Version dieses Buches in den Druck, um einzelne Exemplare während des Konvents weitergeben zu können.

Am Abend des 16. Ingerimms fand endlich die inoffizielle Eröffnung des allaventurischen Konventes statt. Wir alle sollten uns in den Vorgärten der Akademie zu Speise und Trank einfinden, bevor am nächsten Morgen die ersten Arbeitskreise gebildet werden würden. Allerdings mussten wir uns gründlich von einigen Pfeilen des Lichtes durchsuchen lassen, bevor wir das Gelände betreten durften. Was bei den Meisten von uns ohne größere Schwierigkeiten vonstatten ging, artete in Gerwulfs Fall wiedereinmal aus. Angeblich sei kurz vor ihm bereits jemand eingelassen worden, der sich als Erster Gezeichneter ausgegeben hatte. Gerwulfs unangemessene Reaktion darauf und seine mangelnde Überzeugungskraft führten schließlich dazu, dass er – von Kopf bis Fuß in Eisen gehüllt – abgeführt wurde und (wie wir allerdings erst später erfuhren)  erst nach etwa einer halben Stunde des profanen wie magischen Verhörs freikam.
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Ab 14. Ingerimm 1020 BF (Allaventurischer Konvent)

Von Keldric am 27. Januar 2011

14. INGerimm 1020 BF
Punin: Erst der anhaltende Regen, der mich wie einen nassen Hund in Punin hat einziehen lassen und jetzt das. Irgendjemand hat sich heut‘ in Gestalt Gerwulfs auf die Feierlichkeiten am Vorabend des Konventes geschlichen. Erst als wir unseren Weg ins Pentagrammaton suchten und einzeln einer Leibesvisitation unterzogen wurden und die Gestakt Gerwulfs den Torwächtern gleich zweimal am Abend entgegentrat, flog der Doppelgänger auf.
(Die Leibesvisitation war recht penibel, will ich meinen. Selbst mich ließen die Pfeile des Lichtes sich entkleiden. Es war doch in schroffen, ungewohnten Ton an mich herangetragen. Musste sie ihrer Manieren belehren. Folgte ihrem Wunsch, will den Magiern kein schlechtes Beispiel sein.)
Die Pfeile des Lichtes, hier für die Sicherheit zuständig, kassierten Gerwulf ein und untersuchten ihn. Nachdem wir uns vergewisserten, dass die Analyse, die sie Gerwulf unterzogen, ihre Richtigkeit hatte und sie keine vorschnellen Urteile über unseren Freund fällten, betraten wir die Festlichkeiten.
Auf den folgenden peinlichen Zwischenfall hätte ich gut und gerne verzichten können. Aber er wundert mich schon nicht mehr, leider. Einige Zeit später stieß Gerwulf wieder zu uns. Ich holte rasch die Pfeile des Lichtes herbei, unsicher, ob es denn nun der echte Gerwulf war. Kaum war ich zurück hatten Galardan und Arrulskhan den armen Tropf schon zu Boden geworfen. Die kann man aber auch keine Sekunde außer Augen lassen. Es war unserer echter Freund und nicht sein Doppelgänger, wie die Pfeile des Lichtes bestätigten. Gerwulf kochte wie ein Schmelzofen und fuchste Galardan an. Doch bei dem stößt man ja immer auf taube Ohren. Hoffe mein andergastischer Freund fand doch noch ein wenig Freude an dem Abend.
Abgesehen von diesem peinlichen Vorfall ein gelungener Abend, sehr interessant. Ich hatte im Vorfeld schon einen trockenen Abend mit viel hochgestochener magischer Fachsimpelei ob der vielen Magi befürchtet.
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